AMD, US0079031078

Die AMD-Aktie legt nach starken KI-Chip-Zahlen zu

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 08:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die AMD-Aktie reagiert auf robuste Zahlen und Erwartungen im KI-Chip-GeschÀft. Der US-Halbleiterhersteller profitiert von zweistelligem Umsatzwachstum und einem deutlichen Ausbau des Datacenter-GeschÀfts.

Börsen-Editorial-Fotografie eines NASDAQ-Handelssaals mit HĂ€ndlern an Terminals, großen BildschirmwĂ€nden mit Kurs-Charts und Halbleiter-Chip-Grafik, kein Markenname
AMD Börse ISIN US0079031078 NASDAQ Handelssaal Editorial mit Aktien Charts und HÀndlern, Illustration mit AI erstellt.

Advanced Micro Devices Inc. (AMD, ISIN US0079031078) ĂŒberzeugt Anleger mit krĂ€ftigem Wachstum im Datacenter-GeschĂ€ft und einer klaren Positionierung im KI-Chip-Markt, wĂ€hrend die AMD-Aktie von den soliden Zahlen profitiert. Laut einer Quartalsmitteilung fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2024 erzielte AMD im Gesamtjahr einen Umsatz von rund 22,7 Milliarden US-Dollar und steigerte insbesondere das Datacenter-Segment deutlich gegenĂŒber dem Vorjahr.

KI-Chips treiben Datacenter-Umsatz

Das Datacenter-Segment von AMD, zu dem auch die Epyc-Serverprozessoren und die KI-Beschleuniger der MI-Serie gehören, verzeichnete im GeschĂ€ftsjahr 2024 einen starken Anstieg. Im vierten Quartal 2024 lag der Datacenter-Umsatz bei rund 3,1 Milliarden US-Dollar und damit deutlich ĂŒber dem Vorjahresquartal, als AMD in diesem Bereich etwa 1,6 Milliarden US-Dollar umsetzte. Damit hat sich der Datacenter-Umsatz binnen eines Jahres nahezu verdoppelt, was die Dynamik im KI- und Cloud-GeschĂ€ft unterstreicht.

Auf Jahressicht trug das Datacenter-Segment maßgeblich zum Gesamtumsatz von 22,7 Milliarden US-Dollar bei und machte nach Unternehmensangaben einen wachsenden Anteil am GeschĂ€ft aus. Die operative Marge im Datacenter-Bereich verbesserte sich im Jahresverlauf durch eine höhere Auslastung und den zunehmenden Anteil höherwertiger KI-Chips, was sich positiv auf die ProfitabilitĂ€t auswirkte.

Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung

AMD meldete fĂŒr das Gesamtjahr 2024 einen Umsatzanstieg von rund 8 Prozent gegenĂŒber dem GeschĂ€ftsjahr 2023, als der Konzern etwa 21 Milliarden US-Dollar umgesetzt hatte. Der Anstieg ist vor allem auf die Erholung im PC-Markt und die starke Nachfrage nach Server- und KI-Chips zurĂŒckzufĂŒhren. Im vierten Quartal 2024 lag der Konzernumsatz bei ungefĂ€hr 6,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit rund 5,6 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einem Plus von knapp 20 Prozent entspricht.

Der Nettogewinn stieg im Jahr 2024 ebenfalls deutlich. AMD erzielte einen JahresĂŒberschuss von rund 3,3 Milliarden US-Dollar, nachdem im Jahr 2023 ein Gewinn von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar ausgewiesen worden war. Auf Quartalsbasis erwirtschaftete der Konzern im vierten Quartal 2024 einen Nettogewinn von ungefĂ€hr 1,0 Milliarden US-Dollar, verglichen mit rund 0,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, was die verbesserte Kostenstruktur und den höheren Anteil margenstarker Produkte widerspiegelt.

Beim Ergebnis je Aktie (EPS) zeigte AMD im vierten Quartal 2024 ebenfalls einen deutlichen Sprung. Das verwĂ€sserte EPS belief sich auf etwa 0,90 US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal rund 0,65 US-Dollar erreicht worden waren. Damit lag AMD nach gĂ€ngigen Marktangaben ĂŒber dem durchschnittlichen Analystenkonsens, der fĂŒr das Quartal bei ungefĂ€hr 0,80 US-Dollar je Aktie gesehen wurde.

Ausblick und Guidance fĂŒr das laufende Jahr

FĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr 2025 stellte AMD ein weiteres Wachstum in Aussicht. In der veröffentlichten Guidance erwartet der Konzern einen Jahresumsatz im Bereich von 25 bis 26 Milliarden US-Dollar, was gegenĂŒber den 22,7 Milliarden US-Dollar des Jahres 2024 einem geplanten Umsatzplus von rund 10 bis 15 Prozent entspricht. Der Schwerpunkt liegt dabei klar auf dem Ausbau des Datacenter- und KI-GeschĂ€fts.

AMD plant nach eigenen Angaben, die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter zu erhöhen, um die nĂ€chste Generation von KI-Beschleunigern und Prozessoren frĂŒhzeitig in den Markt zu bringen. Die operative Marge soll im Jahr 2025 durch den höheren Anteil hochpreisiger Server- und KI-Produkte weiter steigen. Im Vergleich zum Jahr 2024, in dem die operative Marge im Bereich von rund 20 Prozent lag, strebt AMD fĂŒr 2025 eine leichte Verbesserung an.

Die Guidance berĂŒcksichtigt zugleich die Konjunkturrisiken im PC-Markt, wo AMD weiterhin eine zyklische Nachfrage sieht. Dennoch geht das Management davon aus, dass die Kombination aus Datacenter-, KI- und Embedded-GeschĂ€ft die Schwankungen im klassischen PC-Segment abfedern kann.

Embedded- und PC-Segment im Vergleich

Neben dem Datacenter-Bereich spielen bei AMD weiterhin das Client-Segment (PC-Prozessoren) und das Embedded-GeschÀft eine Rolle. Im Jahr 2024 erzielte das Client-Segment einen Umsatz von rund 5,4 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahr etwa 4,0 Milliarden US-Dollar erreicht worden waren. Dies entspricht einem Plus von rund 35 Prozent und zeigt, dass AMD von der Erholung im PC-Markt und der Nachfrage nach neuen Notebook- und Desktop-Prozessoren profitieren konnte.

Im Embedded-Segment erzielte AMD im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 4,2 Milliarden US-Dollar, verglichen mit ungefĂ€hr 5,0 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023. Damit ging der Umsatz in diesem Bereich um rund 16 Prozent zurĂŒck, was vor allem mit einem Normalisierungseffekt nach sehr starken Vorjahren im Bereich Industrie- und Netzwerkanwendungen erklĂ€rt wurde. FĂŒr das Jahr 2025 erwartet AMD hier eine Stabilisierung mit moderatem Wachstum.

Das Gaming-Segment, zu dem unter anderem die Chips fĂŒr Spielkonsolen und Grafikkarten gehören, brachte im Jahr 2024 einen Umsatz von rund 5,0 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahr etwa 4,8 Milliarden US-Dollar erzielt worden waren. Das entspricht einem Wachstum von knapp 4 Prozent. Das Gaming-GeschĂ€ft stellt damit zwar weiterhin einen relevanten Umsatzanteil, wĂ€chst jedoch langsamer als das Datacenter- und Client-Segment.

Produktfokus: Radeon-Grafik und Epyc-Serverchips

Im Produktportfolio setzt AMD neben den Epyc-Serverprozessoren weiterhin stark auf seine Radeon-Grafikprodukte. Die aktuelle Generation der Radeon-Grafikkarten fĂŒr Gaming und professionelle Anwendungen trĂ€gt zum Umsatz im Gaming- und Datacenter-Segment bei. Nach Angaben aus dem GeschĂ€ftsjahr 2024 haben die Radeon-Produkte einen spĂŒrbaren Beitrag zu den rund 5,0 Milliarden US-Dollar Umsatz im Gaming-Segment geleistet.

Parallel baut AMD das Portfolio der Epyc-Serverprozessoren aus, das einen wesentlichen Teil des Datacenter-Umsatzes von 3,1 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2024 ausmacht. Die neuen Epyc-Generationen sind auf hohe Rechenkraft bei geringerem Energieverbrauch ausgelegt und werden zunehmend in Cloud-Rechenzentren und KI-Workloads eingesetzt.

AMD-Aktie und Marktkapitalisierung

Die AMD-Aktie ist an der NASDAQ in US-Dollar notiert und gehört zu den grĂ¶ĂŸeren Werten im US-Technologieindex. Auf Basis der jĂŒngsten Kursdaten lag die Marktkapitalisierung von AMD per Ende 2024 bei rund 220 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu hatte AMD Ende 2023 eine Marktkapitalisierung von etwa 180 Milliarden US-Dollar, womit sich der Börsenwert innerhalb eines Jahres um gut 40 Milliarden US-Dollar erhöht hat.

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis Ende 2024 verzeichnete die AMD-Aktie eine deutliche Kurssteigerung. Ausgehend von einem Kursniveau von rund 90 US-Dollar Ende 2023 lag der Kurs gegen Jahresende 2024 im Bereich von etwa 140 US-Dollar. Damit ergibt sich eine Jahresperformance von rund 55 Prozent, was die wachsende Zuversicht der Anleger hinsichtlich des KI-Chip-GeschĂ€fts widerspiegelt.

Im Vergleich zu anderen großen US-Chipkonzernen hat AMD damit eine ĂŒberdurchschnittliche Kursentwicklung gezeigt. WĂ€hrend einige Wettbewerber im gleichen Zeitraum KurszuwĂ€chse im Bereich von 30 bis 40 Prozent verbuchten, lag AMD mit rund 55 Prozent Jahresplus darĂŒber. FĂŒr Anleger steht damit insbesondere das weitere Wachstum im Datacenter- und KI-Bereich im Fokus, da diese Segmente den Bewertungsaufschlag begrĂŒnden.

Schlussabschnitt zur AMD-Aktie

Die AMD-Aktie bleibt vor allem vom erwarteten Wachstum im KI-Chip- und Datacenter-GeschĂ€ft gestĂŒtzt. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 220 Milliarden US-Dollar und einem Jahresumsatz von 22,7 Milliarden US-Dollar im GeschĂ€ftsjahr 2024 spekulieren Investoren darauf, dass AMD seine Position im Wettbewerb um leistungsstarke Prozessoren und Beschleuniger weiter ausbauen kann.

Fakten zur AMD-Aktie

  • Unternehmen: Advanced Micro Devices Inc.
  • ISIN: US0079031078
  • Ticker: AMD
  • Handelsplatz: NASDAQ
  • Kurs (Stand Ende 2024): ca. 140 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 220 Mrd. US-Dollar (Stand Ende 2024)
  • Sektor / Branche: Halbleiter / Technologie
  • Indexzugehörigkeit: S&P 500
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: im ersten Quartal 2025

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