AKTIE IM FOKUS: Teamviewer erholt nach Umsatzzahlen - Langfristig am Boden
09.01.2026 - 11:06:43Am Vormittag stiegen die Papiere nach Umsatz-Eckdaten fĂŒr 2025 um 6,3 Prozent auf 6,10 Euro. Mit diesem Zuwachs sicherten sie sich den ersten Platz im nur wenig verĂ€nderten MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Börsenwerte.
Seit dem abermaligen Kursabsturz im Oktober, als Teamviewer die Wachstumsziele senken musste und die Aktien in der Folge im November bei 5,38 Euro ein Rekordtief markierten, versucht sich der Kurs zu stabilisieren. Ăber die Marke von 6 Euro kamen die Papiere dabei nur selten hinaus. Anleger von Teamviewer hatten im Jahr 2025 keinen Grund zur Freude: Die Aktien waren im MDax der drittschwĂ€chste Wert mit einem Verlust von fast 37 Prozent.
Am Freitag teilte das Unternehmen mit, 2025 das Umsatzziel erreicht zu haben. Dies gab Anlegern offenbar etwas Zuversicht. Ein HĂ€ndler wertete es leicht positiv, dass die Eckdaten keine gröĂeren EnttĂ€uschungen mehr enthielten. Die Prognose fĂŒr die bereinigte operative Marge von rund 44 Prozent fĂŒr 2025 blieb unverĂ€ndert.
Die kanadische Bank RBC hĂ€lt die Teamviewer-Aktien unter BerĂŒcksichtigung einer gĂŒnstigen Produkt-Positionierung, der Robustheit des Abo-Modells und der Aussichten fĂŒr den Cashflow weiter fĂŒr attraktiv bewertet. Bei einem Kursziel von 16 Euro ist Analystin Wassachon Udomsilpa ausgesprochen optimistisch.
Positiv kam am Markt laut Börsianern auch an, dass das Schlussquartal des vor rund einem Jahr ĂŒbernommenen Unternehmens 1E erstmalig positiv war. Die Teamviewer-FĂŒhrung wollte mit 1E das eigene Angebot rund um Fernwartung und vernetzte GerĂ€te abrunden, da 1E Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen der Anwender anbietet.
Allerdings lief es bei 1E, das den ĂŒberwiegenden Teil der GeschĂ€fte in den USA macht, dann erst einmal schlechter als erhofft. Neben der AusgabenzurĂŒckhaltung von US-Behörden spielten dabei auch AbgĂ€nge von 1E-Kunden eine Rolle, die etwas umfangreicher gewesen seien als ursprĂŒnglich einkalkuliert, hatte Teamviewer-Chef Oliver Steil im Jahresverlauf erklĂ€rt.
Auch das hatte die Aktien 2025 belastet, die zu 26,25 Euro je Papier im Herbst 2019 an die Börse gebracht worden waren. Dank der Sonderkonjunktur in der Corona-Pandemie folgte ein Rekordhoch Mitte 2020 bei fast 55 Euro. Dann aber flaute die Nachfrage nach den Aktien zusehends ab. ZusĂ€tzlich sorgten die Folgen eines kostspieligen Sponsorenvertrags mit Manchester United anschlieĂend fĂŒr eine Talfahrt.

