Die Applied-Materials-Aktie profitiert von starkem KI-Chip-Boom und Rekordauftragsbestand
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 18:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Applied Materials (ISIN US0382221051) hat im jüngsten Quartal seinen Umsatz im Zusammenhang mit der wachsenden Nachfrage nach KI-Chips deutlich gesteigert und die Applied-Materials-Aktie rückt damit stärker in den Blick von Halbleiteranlegern. Laut Unternehmensangaben zum zweiten Geschäftsquartal 2024 (per 28.04.2024) stieg der Konzernumsatz auf rund 6,65 Milliarden US-Dollar, nach etwa 6,63 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, während der Auftragsbestand ein Rekordniveau im zweistelligen Milliardenbereich erreichte.
Umsatzplus im zweiten Quartal und Rekord-Backlog
Im zweiten Geschäftsquartal 2024 erzielte Applied Materials nach Unternehmensangaben einen Umsatz von rund 6,65 Milliarden US-Dollar, was einem leichten Anstieg gegenüber den etwa 6,63 Milliarden US-Dollar des Vorjahreszeitraums entspricht. Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) lag im selben Zeitraum bei etwa 2,09 US-Dollar und damit deutlich über dem Niveau von rund 2,00 US-Dollar ein Jahr zuvor. Zusätzlich meldete der Konzern einen Rekordauftragsbestand im hohen zweistelligen Milliardenbereich, der den weiteren Ausbau der Produktionskapazitäten für Logik-, Speicher- und Foundry-Kunden absichert.
Für das laufende dritte Geschäftsquartal 2024 gab Applied Materials einen Umsatzausblick im Bereich von etwa 6,5 bis 7,1 Milliarden US-Dollar ab. Die Mitte dieser Spanne liegt damit über dem realisierten Umsatz des Vorjahresquartals und spiegelt die kräftige Nachfrage nach Produktionsanlagen für Hochleistungs- und KI-Beschleuniger-Chips wider. Der Konzern verwies dabei insbesondere auf Bestellungen führender Foundry- und Logikhersteller, die neue Fertigungslinien für fortschrittliche Strukturbreiten unter 5 Nanometern aufbauen.
Profitabilität im Halbleiterzyklus
Neben dem moderaten Umsatzanstieg hat Applied Materials im zweiten Geschäftsquartal 2024 seine Profitabilität stabil gehalten und von einem günstigen Produktmix profitiert. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit rund 2,09 US-Dollar spürbar über der Mitte der eigenen Prognosespanne und übertraf das Ergebnis des Vorjahresquartals von etwa 2,00 US-Dollar, was auf eine höhere Auslastung im Servicegeschäft und eine bessere Kostenstruktur schließen lässt. Die operative Marge im Segment der Halbleiteranlagen wurde dabei durch eine hohe Nachfrage nach Deposition- und Etch-Systemen unterstützt, die für die Fertigung von Hochleistungsprozessoren benötigt werden.
Der starke Auftragsbestand gibt dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum, um Schwankungen im klassischen Speicherzyklus auszugleichen. Während in früheren Zyklen vor allem Speicherhersteller den Investitionstakt geprägt haben, wird die aktuelle Dynamik wesentlich von Foundries mit großen KI-Beschleuniger-Programmen bestimmt. Das stabilisiert die Auslastung der Applied-Materials-Fertigung, was sich in einem robusten Free-Cashflow und kontinuierlichen Rückflüssen an die Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkäufe niederschlägt.
KI-Nachfrage treibt Anlageninvestitionen
Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Geschäftsentwicklung sind Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Hyperscaler und große Cloud-Anbieter bestellen bei führenden Chipunternehmen Hochleistungsprozessoren und Beschleuniger-Chips, für deren Fertigung komplexe Anlagen für Dünnschichtabscheidung, Strukturätzung und Inspektion erforderlich sind. Applied Materials sieht deshalb in seinen Systemen für Logik- und Foundry-Kunden den größten Wachstumstreiber und berichtet von einem zweistelligen prozentualen Wachstum in diesen Teilmärkten gegenüber dem Vorjahr.
Dazu kommen wachsende Serviceumsätze, da die installierte Basis an Anlagen im Feld stetig zunimmt. Wartung, Upgrades und Prozessoptimierungen generieren wiederkehrende Erlöse mit attraktiven Margen. Dieses Servicegeschäft hat im laufenden Geschäftsjahr 2024 nach Unternehmensangaben erneut im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr zugelegt und trägt damit zur Glättung des zyklischen Geschäftsverlaufs bei. Für viele Anleger ist diese Kombination aus wachstumsstarken Systemverkäufen und stabileren Serviceerlösen ein zentrales Argument für das Geschäftsmodell.
Produktfokus: Fertigungsanlagen für führende KI-Chips
Applied Materials erzielt einen großen Teil seiner Erlöse mit Anlagen, die bei der Fertigung von Hochleistungs- und KI-Beschleuniger-Chips eingesetzt werden. Typische Systeme kommen bei der Abscheidung von Metall- und Isolationsschichten, beim Strukturätzen oder bei der Metrologie zum Einsatz und sind entscheidend für die Herstellung moderner Logikchips mit Strukturgrößen von 5 Nanometern und darunter. Gerade in diesen Technologieknoten investiert die Branche derzeit massiv, um die wachsende Nachfrage nach KI-Workloads und Cloud-Diensten abzudecken.
Applied-Materials-Aktie und Markteinordnung
Die Applied-Materials-Aktie profitiert von der Kombination aus Rekordauftragsbestand und solider Ergebnisentwicklung im zweiten Geschäftsquartal 2024. Mit dem gemeldeten Quartalsumsatz von rund 6,65 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von etwa 2,09 US-Dollar hat das Unternehmen den Aufschwung im KI-getriebenen Halbleiterzyklus untermauert und sich eine starke Ausgangsposition für die nächsten Quartale gesichert. Der avisierte Umsatzkorridor von etwa 6,5 bis 7,1 Milliarden US-Dollar für das dritte Geschäftsquartal 2024 deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach Fertigungsanlagen für Logik- und Foundry-Kunden hoch bleibt und die Wachstumsperspektiven aus Sicht vieler Anleger attraktiv erscheinen.
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