Arbeitgeber gegen spÀtere Krankschreibungen
12.10.2025 - 18:48:57"Eine pauschale VerlĂ€ngerung der Karenzzeit wĂŒrde die Arbeitgeberseite zusĂ€tzlich belasten, ohne die strukturellen Probleme zu lösen", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Bundesvereinigung der Deutschen ArbeitgeberverbĂ€nde (BDA), Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur.
KBV-Chef Andreas Gassen hatte im Redaktionsnetzwerk Deutschland angeregt, dass generell erst nach dem vierten oder fĂŒnften Krankheitstag eine Ă€rztliche Bescheinigung vorgelegt werden muss. Vorgeschrieben ist es derzeit, wenn BeschĂ€ftigte lĂ€nger als drei Kalendertage arbeitsunfĂ€hig sind, also am vierten Tag. Im Gesetz steht auĂerdem: "Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der Ă€rztlichen Bescheinigung frĂŒher zu verlangen." Gassen kritisierte, dies produziere Abertausende Arztbesuche, die nicht zwingend notwendig seien.
Kampeter sagte, es brauche eine stĂ€rkere Patientensteuerung. "Nur so kann unser Gesundheitswesen leistungsfĂ€hig, treffsicher und bezahlbar bleiben." Der Vorschlag der KBV greife jedoch zu kurz. Die Arbeitgeber unterstĂŒtzen Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in ihren Ăberlegungen, die Ausgaben gezielt zu senken. "Die Ărzteorganisationen sollten daran konstruktiv mitwirken und nicht durch Nebelkerzen die Debatte in die falsche Richtung lenken."

