Die Avery-Dennison-Aktie profitiert von solidem Wachstum im Etikettengeschäft
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 06:56 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der US-Konzern Avery Dennison (ISIN US0536111091) hat im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz im zweistelligen Milliardenbereich erzielt und damit seine Position als globaler Anbieter von Etiketten- und Materiallösungen gefestigt. Nach Unternehmensangaben lag der Umsatz 2023 bei rund 8,4 Milliarden US-Dollar, womit sich das Geschäft im Vergleich zu den vergangenen Jahren auf einem erhöhten Niveau stabilisiert hat. Für deutschsprachige Anleger ist die Avery-Dennison-Aktie insbesondere wegen ihres etablierten Geschäftsmodells und des kontinuierlichen Ergebnisbeitrags interessant.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Fokus
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 erzielte Avery Dennison einen Umsatz von etwa 8,4 Milliarden US-Dollar, nachdem der Konzern in den Vorjahren bereits die Marke von 8 Milliarden US-Dollar überschritten hatte. Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Umsatzniveau von rund 7 Milliarden US-Dollar, das Anfang der 2020er Jahre berichtet worden war, was einen mehrjährigen Zuwachs im Milliardenbereich verdeutlicht. Parallel dazu konnte Avery Dennison den bereinigten Gewinn je Aktie (Adjusted EPS) im Jahr 2023 im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigern und damit an die Gewinnentwicklung der Vorjahre anknüpfen.
Für das erste Quartal 2024 meldete der Konzern einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden US-Dollar und unterstrich damit eine solide Ausgangsbasis für das laufende Geschäftsjahr. Im Vergleich zu einem typischen Quartalsumsatz von etwa 2 Milliarden US-Dollar in den Vorjahren ergibt sich damit ein Anstieg im Bereich eines mittleren einstelligen Prozentwertes. Auch die Profitabilität entwickelte sich in dieser Phase positiv, da das operative Ergebnis unter anderem von Kostenmaßnahmen und einem verbesserten Produktmix profitierte.
Margen, Cashflow und Ausblick sind entscheidend
Im Mittelpunkt der Bewertung von Avery Dennison steht neben dem Umsatz insbesondere die Marge. Der Konzern verfolgt das Ziel, die bereinigte operative Marge kontinuierlich zu verbessern und mittelfristig im Bereich eines hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentsatzes zu stabilisieren. Bereits 2023 konnte eine Margenverbesserung gegenüber einem schwächeren Vorjahr erreicht werden, in dem höhere Rohstoffkosten und Lieferketteneffekte belastet hatten. Für Anleger ist dabei vor allem relevant, dass die Profitabilität im Etiketten- und Materialgeschäft wieder auf ein Niveau zurückkehrt, das an die Zeit vor den stärksten Kostensteigerungen anknüpft.
Parallel zur Marge spielt auch der freie Cashflow eine wichtige Rolle. Avery Dennison generiert aus dem laufenden Geschäft jährlich einen signifikanten operativen Cashflow im hohen dreistelligen Millionenbereich und verwendet diesen unter anderem für Investitionen, Dividenden und Aktienrückkäufe. Im Geschäftsjahr 2023 lag der freie Cashflow nach Investitionen bei einem Wert im Bereich von rund 600 bis 700 Millionen US-Dollar und damit deutlich über dem Niveau schwächerer Jahre mit zum Teil niedrigeren dreistelligen Millionenbeträgen. Dieser Anstieg unterstützt die finanzielle Flexibilität und ermöglicht es dem Unternehmen, auch in anspruchsvolleren Marktphasen stabil zu agieren.
Weitere Hintergründe zur Avery-Dennison-Aktie
Wer sich näher mit der Avery-Dennison-Aktie beschäftigen möchte, kann neben aktuellen Marktberichten vor allem die Investor-Relations-Unterlagen des Unternehmens nutzen, um Detailkennzahlen zu Umsatz, Gewinn und Cashflow nachzuvollziehen.
Etiketten- und Verpackungslösungen als Kernprodukt
Ein wesentlicher Teil des Geschäfts von Avery Dennison entfällt auf selbstklebende Materialien und Etikettenlösungen für Konsumgüter, Logistik und Industrie. Diese Produkte werden unter anderem für Markenetiketten, Versandaufkleber, logistische Kennzeichnungen und spezielle industrielle Anwendungen eingesetzt. In diesem Segment profitiert das Unternehmen davon, dass große Konsumgüterhersteller und Handelsketten ihre Verpackungen und Etiketten kontinuierlich anpassen und zunehmend auf nachhaltigere Materialien sowie digitale Rückverfolgbarkeit achten. Das eröffnet nicht nur Potenzial für höherwertige Anwendungen, sondern kann auch die Durchschnittserlöse je Einheit unterstützen.
Was die Avery-Dennison-Aktie für Anleger bedeutet
Für Anleger steht bei der Bewertung der Avery-Dennison-Aktie die Kombination aus stabilem Kerngeschäft, wachstumsorientierten Anwendungen und solider Finanzbasis im Vordergrund. Mit einem Umsatz von etwa 8,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, einem Quartalsumsatz von rund 2,1 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2024 und einem freien Cashflow im Bereich von 600 bis 700 Millionen US-Dollar hat der Konzern gezeigt, dass er auch in einem anspruchsvollen Umfeld Wachstum und Profitabilität verbinden kann. Entscheidend bleibt, ob es gelingt, die Margenverbesserung der jüngsten Zeit in den kommenden Quartalen zu bestätigen und das Wachstum in margenstärkeren Segmenten weiter auszubauen.
Fakten zur Avery-Dennison-Aktie
- Unternehmen: Avery Dennison Corporation
- ISIN: US0536111091
- Ticker: AVY
- Handelsplatz: NYSE
- Kurs (Stand 30.06.2024, 22:00 Uhr): 220,00 US-Dollar
- Marktkapitalisierung: 18,0 Milliarden US-Dollar (Stand 30.06.2024)
- Sektor / Branche: Materialien / Verpackungs- und Etikettenlösungen
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: 24.07.2024
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