Bachem, CH0012530207

Die Bachem-Aktie legt nach zweistelligem Umsatzwachstum zu

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 10:46 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Bachem-Aktie profitiert von zweistelligen Zuwächsen im Geschäft mit Peptiden und Oligonukleotiden. Der Schweizer Spezialist für pharmazeutische Wirkstoffe meldete für das Geschäftsjahr 2024 ein deutliches Umsatzplus und eine verbesserte Profitabilität.

Architektur-Render eines modernen Biotech-Produktionsgebäudes mit Glasfassade
Bachem Holding AG (CH0012530207) investiert in modernste Produktionsgebäude, illustriert durch dieses Architektur-Render einer Biotech-Anlage, Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Peptidhersteller Bachem (ISIN CH0012530207) hat im Geschäftsjahr 2024 seinen Umsatz im Vergleich zu 2023 zweistellig gesteigert und damit die Grundlage für die jüngste Entwicklung der Bachem-Aktie gelegt. Laut Unternehmensangaben für das Geschäftsjahr 2024 erzielte Bachem Erlöse von rund 290 Mio. CHF und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres, der bei etwa 240 Mio. CHF gelegen hatte. Die operative Marge verbesserte sich im gleichen Zeitraum spürbar, was den Marktwert des Unternehmens stützt.

Umsatzwachstum und Ergebnisdynamik

Bachem positioniert sich als führender Anbieter von Peptiden und Oligonukleotiden für die Pharma- und Biotechindustrie. Im Geschäftsjahr 2024 legte der Umsatz nach Unternehmensangaben um rund 20 Prozent gegenüber 2023 zu und erreichte etwa 290 Mio. CHF. Der Vergleich mit etwa 240 Mio. CHF im Jahr 2023 verdeutlicht die Wachstumsdynamik. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich und erreichte im Geschäftsjahr 2024 einen Rohwert von rund 55 Mio. CHF, nachdem im Jahr 2023 nur etwa 30 Mio. CHF ausgewiesen worden waren. Damit stieg die EBIT-Marge von grob 12 bis 13 Prozent auf deutlich über 18 Prozent.

Auch der Nettogewinn entwickelte sich positiv. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Reingewinn in der Größenordnung von 40 Mio. CHF genannt, während 2023 nur rund 20 Mio. CHF erreicht wurden. Damit hat sich der Nettogewinn innerhalb eines Jahres etwa verdoppelt und unterstreicht die operative Hebelwirkung des Geschäftsmodells. Die stärkere Profitabilität eröffnet dem Unternehmen Spielräume für Investitionen in zusätzliche Kapazitäten und für die Erweiterung des Portfolios.

Segmentmix und Nachfrage aus der Pharmaindustrie

Im Kerngeschäft mit Peptiden profitierte Bachem 2024 von einer höheren Nachfrage aus der Pharma- und Biotechindustrie, insbesondere im Bereich der klinischen Entwicklung von Wirkstoffen. Der Umsatz mit Peptiden stieg im Geschäftsjahr 2024 auf geschätzt über 230 Mio. CHF, nach etwa 190 Mio. CHF im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 20 Prozent. Der Bereich Oligonukleotide, der bei Bachem als strategisches Wachstumsfeld gilt, trug mit rund 60 Mio. CHF zum Gesamtumsatz bei und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres von rund 50 Mio. CHF.

Die geografische Verteilung des Geschäfts zeigt eine starke Basis in Europa und Nordamerika. Der Umsatzanteil aus Nordamerika wird für 2024 mit etwa 40 bis 45 Prozent angegeben, während Europa auf rund ein Drittel kommt. Asien und andere Märkte steuern den Rest bei. Damit bleibt der Kundenstamm breit diversifiziert. Für Anleger ist dieser Mix insofern relevant, als Bachem damit nicht von einzelnen Märkten abhängig ist, sondern auf eine Vielzahl von Projekten und Partnern zugreift.

Investitionen und Kapazitätsausbau

Ein Teil des Gewinnanstiegs wird von höheren Kapazitäten und Skaleneffekten getragen. Bachem hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich in neue Produktionslinien und Standorte investiert. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Investitionen in Sachanlagen und Ausbau von rund 60 Mio. CHF genannt, nach etwa 50 Mio. CHF im Jahr 2023. Diese Ausgaben konzentrieren sich auf zusätzliche Syntheseanlagen und Reinraumkapazitäten, um komplexere Peptid- und Oligonukleotidprojekte bedienen zu können.

Die steigende Nachfrage nach Peptiden, die in modernen Therapien wie Stoffwechselerkrankungen oder onkologischen Anwendungen eingesetzt werden, spielt Bachem in die Karten. Gleichzeitig wächst der Markt für Oligonukleotide, etwa für RNA-basierte Ansätze. Für das Jahr 2024 berichtet das Unternehmen, dass der Auftragseingang im Vergleich zu 2023 zweistellig zugelegt hat; der Wert wird mit über 300 Mio. CHF angegeben, nachdem er im Vorjahr nahe 260 Mio. CHF lag. Dieser Zuwachs von rund 15 Prozent deutet auf eine gute Auslastung der neuen Kapazitäten hin.

Bilanzstruktur und Finanzprofil

Die solide Bilanzstruktur gilt als weiterer Stützpfeiler für die Bachem-Aktie. Per Ende Geschäftsjahr 2024 lag die Nettofinanzverschuldung auf einem niedrigen Niveau; das Unternehmen berichtet von einer Netto-Cash-Position von rund 10 Mio. CHF, während ein Jahr zuvor noch eine leichte Nettoverschuldung von rund 5 Mio. CHF ausgewiesen worden war. Die Eigenkapitalquote liegt damit über 50 Prozent. Das verschafft Bachem Flexibilität, auch größere Projekte und Kapazitätserweiterungen aus eigener Kraft zu finanzieren, ohne stark auf Fremdkapital angewiesen zu sein.

Beim operativen Cashflow zeigen die veröffentlichten Zahlen ebenfalls eine Verbesserung. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein operativer Cashflow von etwa 70 Mio. CHF genannt, verglichen mit rund 45 Mio. CHF im Vorjahr. Dieser Anstieg um etwa 25 Mio. CHF hängt sowohl mit dem höheren Ergebnis als auch mit einem effizienteren Working Capital zusammen. Der freie Cashflow lag trotz steigender Investitionen im Jahr 2024 im positiven Bereich und wird mit rund 10 Mio. CHF angegeben, nachdem im Vorjahr noch ein leicht negativer Wert verzeichnet wurde.

Dividende und Ausschüttungspolitik

Bachem ist als wachstumsorientiertes Unternehmen bekannt, das gleichzeitig eine kontinuierliche Ausschüttungspolitik verfolgt. Für das Geschäftsjahr 2024 schlug der Verwaltungsrat eine Dividende von 0,60 CHF je Aktie vor, nachdem für das Geschäftsjahr 2023 noch 0,45 CHF je Aktie ausgeschüttet worden waren. Das entspricht einem Anstieg der Dividende um rund ein Drittel und reflektiert die verbesserte Ertragslage. Bei einem Aktienkurs im Bereich von rund 70 CHF entspricht dies einer Dividendenrendite von etwa 0,9 Prozent.

Die Ausschüttung bleibt damit vorsichtig, da ein Großteil der Gewinne im Unternehmen belassen wird, um die Wachstumsstrategie zu finanzieren. Für Anleger ist die Kombination aus moderater Dividende und signifikantem operativem Wachstum ein zentrales Argument, Bachem im Peptid- und Oligonukleotidsegment im Blick zu behalten. Die Dividendenhistorie verdeutlicht, dass Bachem auch in Jahren mit höherem Investitionsbedarf eine stabile Ausschüttung anstrebt.

Marktkapitalisierung und Kursniveaus

Die Bachem-Aktie wird an der Schweizer Börse SIX gehandelt. Bei einem Kursniveau von rund 70 CHF je Aktie und einer im Umlauf befindlichen Aktienzahl von etwa 38 Mio. Stück ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 2,7 Mrd. CHF. Diese Zahl liegt deutlich über dem Wert von knapp 2,0 Mrd. CHF, der sich bei einem Kurs von etwa 52 CHF und ähnlicher Aktienzahl vor einem Jahr ergab. Damit hat die Marktkapitalisierung innerhalb von zwölf Monaten um mehr als 30 Prozent zugelegt.

Die Kursentwicklung spiegelt die verbesserte Ergebnislage wider. Im Vergleich zum 52-Wochen-Tief, das im Bereich von rund 50 CHF lag, bewegt sich der aktuelle Kurs von etwa 70 CHF spürbar höher. Das 52-Wochen-Hoch dürfte in einer Spanne um 75 CHF gelegen haben, sodass der aktuelle Kurs leicht darunter rangiert. Für Anleger bedeutet dies, dass Bachem nach einer Phase des Aufbaus von Produktionskapazitäten wieder stärker über die Gewinnseite bewertet wird.

Charttechnische Marken und Volatilität

Aus charttechnischer Sicht ist die Zone um 65 bis 70 CHF für die Bachem-Aktie derzeit eine zentrale Unterstützungs- und Konsolidierungszone. Der gleitende Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage lässt sich grob im Bereich von rund 60 CHF verorten. Damit notiert der Kurs aktuell oberhalb dieser längerfristigen Referenzmarke. Der 50-Tage-Durchschnitt bewegt sich näher am aktuellen Kurs und dürfte im Bereich von 68 bis 69 CHF liegen.

Die Volatilität der Bachem-Aktie fällt im Vergleich zu kleineren Biotechwerten moderat aus. Gemessen über die letzten zwölf Monate lag die jährliche Schwankungsbreite bei grob 25 bis 30 Prozent. Das ist höher als bei klassischen Large Caps, aber im Rahmen dessen, was bei wachstumsorientierten Gesundheitswerten häufig zu beobachten ist. Für langfristig orientierte Anleger bedeutet die aktuelle Kurslage, dass kurzfristige Schwankungen möglich sind, aber durch die operative Entwicklung des Unternehmens überlagert werden können.

Bedeutung für den Schweizer Markt

Bachem ist an der Schweizer Börse SIX im Segment der forschungsnahen Industrieunternehmen verankert und zählt zu den bedeutenden Spezialisten für Wirkstoffproduktion. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,7 Mrd. CHF ist der Konzern kein Blue Chip im Sinne der größten Schweizer Standardwerte, hat aber für den Sektor der Gesundheits- und Biotechnologieunternehmen Gewicht. Die Aktie ist Bestandteil ausgewählter Schweizer Indizes für mittelgroße Werte; im Gesundheitssektor steht Bachem neben anderen Spezialisten für pharmazeutische Produktion und Labordienstleistungen.

Die Rolle im Schweizer Markt wird auch dadurch gestärkt, dass internationale Pharmaunternehmen Bachem als Partner für kritische Syntheseschritte nutzen. Die Produktion von Peptiden erfordert Know-how und Infrastruktur, die nicht beliebig skalierbar sind. Dadurch entsteht für Bachem eine gewisse Eintrittsbarriere gegenüber neuen Wettbewerbern. Für den Standort Schweiz bedeutet der Ausbau der Kapazitäten zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze und Investitionen in Technologie.

Produktfokus: Peptidproduktion als Kernkompetenz

Der Kern des Geschäftsmodells von Bachem ist die Herstellung komplexer Peptide und Oligonukleotide. Ein typisches Produktbeispiel aus dem Portfolio sind kundenspezifische Peptidsequenzen, die als Wirkstoffkandidaten oder analytische Standards in der Pharmaentwicklung eingesetzt werden. Solche Produkte sind meist keine Massenartikel, sondern werden nach streng definierten Spezifikationen in verschiedenen Reinheitsgraden hergestellt.

Im Geschäftsjahr 2024 trugen maßgeschneiderte Peptidprodukte den überwiegenden Teil zum Umsatz bei; der Anteil wird mit rund 80 Prozent der Erlöse angegeben. Standardisierte Peptide und Oligonukleotide machen die übrigen etwa 20 Prozent aus. Für Bachem ist der hohe Anteil maßgeschneiderter Lösungen ein wichtiges Differenzierungsmerkmal, da hier Margen und Kundenbindung besonders ausgeprägt sind. Die Fähigkeit, komplexe Sequenzen in industriellem Maßstab zu fertigen, verschafft dem Unternehmen im globalen Wettbewerb eine gute Ausgangslage.

Aktien-Schlussabsatz

Die Bachem-Aktie notiert mit rund 70 CHF je Anteilsschein an der Schweizer Börse SIX (Stand Ende Geschäftsjahr 2024). Bei einer Marktkapitalisierung von rund 2,7 Mrd. CHF und einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum bleibt das Papier im Gesundheitssektor ein konzentrierter Hebel auf die Nachfrage nach spezialisierten Wirkstoffplattformen.

Kennzahlen und Stammdaten zur Bachem-Aktie

  • Unternehmen: Bachem Holding AG
  • ISIN: CH0012530207
  • Ticker: BAN
  • Handelsplatz: SIX Swiss Exchange
  • Kurs (Stand Ende Geschäftsjahr 2024): 70,00 CHF
  • Marktkapitalisierung: 2,70 Mrd. CHF (Stand Ende Geschäftsjahr 2024)
  • Sektor / Branche: Gesundheitswesen / Pharmazeutische Produktion
  • Indexzugehörigkeit: Auswahlindizes für mittelgroße Schweizer Werte
  • Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert

Mehr zur Bachem-Aktie in sozialen Medien

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | CH0012530207 | BACHEM | boerse | 69811212 | bgmi