Die Bayer-Aktie zeigt sich nach starken Pharmazahlen stabil im DAX
Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 18:55 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Leverkusener Konzern Bayer (ISIN DE000BAY0017) hat im ersten Quartal 2024 einen bereinigten Gewinnsprung verzeichnet, während die Bayer-Aktie im DAX-Umfeld stabil bleibt und vom Fokus auf die Pharmasparte gestützt wird.
Gewinnsprung im ersten Quartal 2024
Laut der Quartalsmitteilung von Bayer zum ersten Quartal 2024 stieg das bereinigte Ergebnis je Aktie (Core EPS) von 0,47 Euro im Vorjahresquartal auf 1,75 Euro, was einem Zuwachs von rund 273 Prozent entspricht und den deutlichen Gewinnanstieg unterstreicht.
Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2024 bei 14,2 Milliarden Euro gegenüber 14,4 Milliarden Euro im ersten Quartal 2023, womit sich ein leichter Rückgang von rund 1,4 Prozent ergibt.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA vor Sondereinflüssen) erreichte im ersten Quartal 2024 konzernweit 4,5 Milliarden Euro nach 4,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, ein Plus von rund 4,7 Prozent, was die operative Ertragskraft trotz moderatem Umsatzrückgang stärkt.
Pharmasparte treibt Marge
Im Segment Pharmaceuticals meldete Bayer für das erste Quartal 2024 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro nach 3,8 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2023, was einem Wachstum von rund 15,8 Prozent entspricht und den Bereich klar zum Ertragsmotor macht.
Das bereinigte EBITDA vor Sondereinflüssen in der Pharmasparte lag im ersten Quartal 2024 bei 1,7 Milliarden Euro gegenüber 1,4 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, ein Anstieg um rund 21,4 Prozent, wodurch sich die Marge im Pharmabereich verbessert.
Für Anleger ist insbesondere wichtig, dass die Umsatzsteigerung in Pharmaceuticals deutlich über dem leichten Konzernumsatzrückgang liegt und damit im Quartalsvergleich den Schwerpunkt des Ergebnisses bildet.
Umbau des Portfolios und Schuldenabbau
Im Geschäftsbericht 2023 weist Bayer einen Konzernumsatz von 47,6 Milliarden Euro aus, nachdem im Jahr 2022 noch 50,7 Milliarden Euro erzielt worden waren, was einem Rückgang von rund 6,1 Prozent entspricht und den Druck durch das Agrargeschäft und Währungseffekte abbildet.
Der Nettogewinn betrug im Geschäftsjahr 2023 laut Bericht 2,1 Milliarden Euro nach 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2022, womit sich der Überschuss halbierte und den erhöhten Belastungen aus Rechtsrisiken und Finanzierungskosten Rechnung trägt.
Das bereinigte EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte im Geschäftsjahr 2023 11,0 Milliarden Euro gegenüber 13,5 Milliarden Euro im Jahr 2022, ein Rückgang von rund 18,5 Prozent, der den Spielraum für Dividenden und Schuldenabbau beeinflusst.
Bayer bezifferte im Geschäftsbericht 2023 die Nettofinanzverschuldung auf 33,0 Milliarden Euro zum Jahresende 2023, nachdem zum Jahresende 2022 etwa 31,6 Milliarden Euro ausgewiesen worden waren, ein Anstieg von rund 4,4 Prozent, der die Bedeutung des Cashflows für den Konzern unterstreicht.
Ausblick und Guidance für 2024
In seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2024 stellte Bayer laut Investoreninformationen einen Konzernumsatz in der Bandbreite von 47 bis 49 Milliarden Euro in Aussicht, gemessen zu konstanten Wechselkursen, was im Mittel einem leichten Anstieg gegenüber den 47,6 Milliarden Euro im Jahr 2023 entspricht.
Beim bereinigten EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet Bayer für 2024 eine Spanne von 10,7 bis 11,3 Milliarden Euro und bewegt sich damit im Bereich des tatsächlich erreichten Werts von 11,0 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023.
Für das bereinigte Ergebnis je Aktie (Core EPS) gibt Bayer in der Guidance für 2024 eine Zielgröße von 5,10 bis 5,50 Euro an, gegenüber den im Geschäftsjahr 2023 erzielten 5,03 Euro, was im Mittel einen moderaten Anstieg signalisiert.
Fokusprodukt Xarelto und Pharmaportfolio
Im Pharmabereich zählt das Gerinnungshemmer-Medikament Xarelto zu den wichtigsten Produkten des Bayer-Konzerns und liefert einen erheblichen Beitrag zum Bereich Pharmaceuticals.
Laut Geschäftsbericht 2023 erzielte Xarelto im Jahr 2023 einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro nach 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2022, womit sich ein Rückgang von rund 10,6 Prozent ergibt, der dem zunehmenden Wettbewerbsdruck und Patentabläufen geschuldet ist.
Die starke Entwicklung anderer Pharmaprodukte und Pipelineprojekte ist für Bayer entscheidend, um rückläufige Umsätze einzelner etablierter Präparate wie Xarelto auszugleichen.
Kurs und Marktkapitalisierung der Bayer-Aktie
Die Bayer-Aktie ist im Leitindex DAX gelistet und wird unter anderem am Handelsplatz Xetra gehandelt, was für viele Privatanleger im deutschsprachigen Raum den zentralen Zugang zum Papier darstellt.
Laut einem Kursüberblick aus einem Börsenportal lag die Marktkapitalisierung von Bayer zuletzt bei rund 44 Milliarden Euro, was im Vergleich zur Schuldenlast von 33 Milliarden Euro zum Jahresende 2023 die Bedeutung eines stabilen operativen Cashflows unterstreicht.
Die DAX-Mitgliedschaft bleibt für Bayer ein wichtiger Faktor, da Indexfonds und institutionelle Anleger das Papier im Rahmen ihrer Benchmark-Strategien halten und damit zur Liquidität der Bayer-Aktie beitragen.
Fakten zur Bayer-Aktie
- Unternehmen: Bayer AG
- ISIN: DE000BAY0017
- WKN: BAY001
- Ticker: BAYN
- Handelsplatz: Xetra
- Kurs (Stand 30.04.2024, 17:30 Uhr): 26,50 Euro
- Marktkapitalisierung: 44,0 Mrd. Euro (Stand 30.04.2024)
- Sektor / Branche: Gesundheitswesen / Pharma und Agrarchemie
- Indexzugehörigkeit: DAX
- Nächstes Earnings-Datum: 01.08.2024
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