Börsen/Aktien, Börsenschluss

Europa Schluss: EuroStoxx wieder dicht vor seinem Rekordhoch

25.03.2025 - 18:30:37

Die bedeutendsten AktienmÀrkte in Europa haben am Dienstag deutlich zugelegt.

UnterstĂŒtzung kam zunĂ€chst am Morgen durch die Erholungsrally an den US-Börsen am Montag. Hinzu kamen dann vor allem positive Signale aus Deutschland, der grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft Europas.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, das Ifo-GeschĂ€ftsklima, hatte sich wie von Ökonomen erwartet aufgehellt. "Vor allem das Verarbeitende Gewerbe blickt spĂŒrbar optimistischer in die Zukunft", kommentierte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. "Hier dĂŒrften sich die zu erwartenden milliardenschweren Infrastrukturausgaben positiv niederschlagen."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 1,09 Prozent höher bei 5.475,08 Punkten. Zum Rekordhoch von Anfang MĂ€rz fehlen keine zwei Prozent mehr. Außerhalb des Euroraums gewann der britische FTSE 100 GB0001383545 0,30 Prozent auf 8.663,80 ZĂ€hler. Der Schweizer SMI CH0009980894 legte nach zunĂ€chst deutlicheren Gewinnen am Ende nur um 0,10 Prozent auf 13.013,15 Punkte zu.

StĂ€rkster Sektor in Europa war der der Banken. Analyst Kian Abouhossein von der US-Bank JPMorgan verwies zwar darauf, dass die Branche im Vergleich zur US-Konkurrenz inzwischen heiß gelaufen sei, weshalb er sie auf "Neutral" abgestuft habe. Wegen der angekĂŒndigten staatlichen Milliarden-Investitionen in Deutschland und Europa bleibe er aber weiterhin grundsĂ€tzlich positiv. Daher hob er seine Gewinnerwartungen und auch die Kursziele der einzelnen Bankaktien an.

Seine Favoriten sind Barclays GB0031348658, Deutsche Bank DE0005140008, Intesa Sanpaolo IT0000072618, UBS CH0244767585, Societe Generale FR0000130809 (SocGen) FR0000130809 und Natwest GB00BM8PJY71. Die Bankaktien im EuroStoxx legten um 1,8 bis 3,3 Prozent zu, wobei Unicredit IT0005239360 am meisten gewannen. UBS stiegen in ZĂŒrich um 1,7 Prozent. Socgen in Paris um 2,4 Prozent und in London kletterten Barclays um 1,5 Prozent nach oben.

Papiere des Ölkonzerns Shell GB00BP6MXD84 legten in London um 1,5 Prozent zu. Das Unternehmen gab auf seinem Kapitalmarkttag bekannt, in den kommenden Jahren stĂ€rker sparen und die AusschĂŒttungen an die AktionĂ€re steigern zu wollen. So sollen bis zum Jahresende 2028 die strukturellen Ausgaben um insgesamt fĂŒnf bis sieben Milliarden Dollar sinken.

Unter Druck standen dagegen in der Schweiz KĂŒhne+Nagel CH0025238863 mit einem Abschlag von 4,0 Prozent. Der Logistikkonzern gab anlĂ€sslich eines Investorentages neue Mittelfristziele bekannt und strich seine als ambitioniert angesehenen Margenziele.

Yara NO0010208051 gaben am Nachmittag in Oslo deutlich nach und schlossen letztlich 3,5 Prozent tiefer. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nach den im saudischen Riad gefĂŒhrten GesprĂ€chen ĂŒber einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine berichtete, soll vereinbart worden sein, dass Russland wieder DĂŒnger- und Agrarprodukte exportieren könne. Das aber könnte die Preise fĂŒr KalidĂŒnger am Weltmarkt drĂŒcken.

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