Tichanowskaja: EU-Sanktionen gegen Belarus nicht lockern
30.03.2026 - 14:02:33 | dpa.de"Wir stehen in stĂ€ndigem Austausch mit unseren amerikanischen Partnern und drĂ€ngen sie, keinen Druck auf die EU-LĂ€nder, insbesondere Litauen, auszuĂŒben, die europĂ€ischen Sanktionen aufzuheben", sagte Tichanowskaja litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. "Uns allen ist klar, dass beispielsweise die Aufhebung der Sanktionen gegen KalidĂŒnger das Regime nur stĂ€rken und zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr Repressionen und den Krieg in der Ukraine bereitstellen wĂŒrde."
Tichanowskaja reagierte damit auf ĂuĂerungen des Sondergesandten John Coale, der Litauen zuletzt aufgefordert hatte, wieder den Transit belarussischer DĂŒngemittel aufzunehmen und ein hochrangiges Treffen mit der autoritĂ€ren FĂŒhrung in Minsk abzuhalten. Coale hatte zudem davon gesprochen, dass es Vorbereitungen fĂŒr einen möglichen Besuch des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenkos in Washington gebe. US-PrĂ€sident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er freue sich darauf, mit Lukaschenko am nĂ€chsten Treffen des Friedensrats teilzunehmen.
Belarus lÀsst politisch Gefangene frei, die USA lockern Sanktionen
Belarus gilt als wichtiger Produzent von DĂŒngemitteln und kann nun wieder mit den USA handeln, nachdem Washington im Gegenzug fĂŒr die Freilassung von politischen Gefangenen die Sanktionen zuletzt gelockert hat. Die EU verlĂ€ngerte ihre StrafmaĂnahmen gegen Belarus dagegen erst kĂŒrzlich um zwölf Monate - und sollte dem US-Beispiel Tichanowskaja zufolge nicht folgen.
"PrĂ€sident Trump hat genug Einfluss, um den Belarussen zur Freilassung aller politischen Gefangenen zu verhelfen. Wir bitten die EuropĂ€er jedoch, ihre stĂ€rksten TrĂŒmpfe fĂŒr bedeutendere Schritte aufzusparen. Denn obwohl die Freilassung politischer Gefangener unsere PrioritĂ€t ist, ist es unsere Aufgabe, das gesamte Land zu befreien", betonte Tichanowskaja und appellierte an die europĂ€ischen Partner, konsequent zu bleiben.
Lukaschenko ist der engste VerbĂŒndete von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte sein Land 2022 auch als Aufmarschgebiet fĂŒr den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zur VerfĂŒgung gestellt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

