Dax startet mit Verlusten - Geldpolitik der EZB weiter im Blick
08.11.2023 - 09:31:41An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Commerzbank entgegen dem Trend krĂ€ftig im Plus. Hintergrund dĂŒrfte der ĂŒberraschend starke Gewinnsprung im dritten Quartal sein, den das Geldhaus am Mittwochmorgen verkĂŒndet hat. Das Konzernergebnis der Commerzbank nach Steuern und Minderheiten legte demnach auf 684 Millionen Euro zu (Q3 2022: 195 Millionen Euro). Die gröĂten AbschlĂ€ge gab es bei BASF, Zalando und Vonovia. WĂ€hrend die Investoren vor allem an der Wall Street sich gerade "ziemlich weit aus der Defensive" wagten, könne der Dax nicht so recht von den wieder fallenden Renditen und einem niedrigeren Ălpreis profitieren, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Er hinkt den US-Indizes mal wieder hinterher." Verantwortlich dafĂŒr sei die SchwĂ€che bei konjunkturell sensitiven Aktien. "Dahinter steckt die Angst, dass die EuropĂ€ische Zentralbank ihre Geldpolitik zur BekĂ€mpfung der Inflation lĂ€nger restriktiv halten muss als die Fed." Im schlimmsten Falle wĂŒrde das bedeuten, dass in der Eurozone erst Anfang 2025 an der Zinsschraube nach unten gedreht werde. "Damit besteht das Risiko, dass Anleger bei der Geldpolitik gerade wieder auf den Sonnenaufgang warten und am Ende einmal mehr zu frĂŒh dran gewesen sind", so Stanzl. Der rasante Rutsch im Ălpreis sei ein Signal fĂŒr eine schwache weltweite Nachfrage, einen heraufziehenden AngebotsĂŒberschuss im ersten Quartal und die UnfĂ€higkeit Chinas, eine Dynamisierung der eigenen Konjunktur zu erwirken.


