Dax startet kaum verÀndert - Rezession in den USA wird ausgepreist
06.11.2023 - 09:35:01"Signale, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik in Zukunft etwas lockerer angehen könnte, bescheren Aktien gerade die stĂ€rkste Rally seit einem Jahr", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Investoren preisen eine harte Landung der US-Wirtschaft aus den Kursen aus." Auch in der neuen Woche scheine an "Gewinnmitnahmen" niemand zu denken. Der starke Impuls der vergangenen Woche im Dax, getragen von der Hoffnung auf einen Hochpunkt bei den Zinsen, sei aus technischer Sicht der erste notwendige Schritt zu einer Bodenbildung. "Dennoch prĂ€sentiert sich der Dax im Vergleich zur Wall Street als Underperformer", fĂŒgte Stanzl hinzu. "Der deutsche Leitindex stieg in der vergangenen Woche zwar um starke 3,5 Prozent, das ist aber nichts gegen den Anstieg im S&P 500 von 5,8 Prozent." Anleger gĂ€ben US-Aktien im Moment den Vortritt, weil sie vermuteten, dass die USA bei der InflationsbekĂ€mpfung auch dank niedriger Energiepreise die Nase vorn haben werden, so Stanzl. "Die Fed könnte damit auch die Zinswende frĂŒher einleiten als die EuropĂ€ische Zentralbank." Dieses Urteil könne aber nur ein vorlĂ€ufiges sein - wenn das Wachstum in den USA abermals an Fahrt gewinnen und die Inflation noch einmal stĂ€rker werden sollte, könne es zu einer weiteren Zinsanhebung der Fed kommen. "Das Thema ist noch nicht vom Tisch", sagte der Marktexperte. Die europĂ€ische GemeinschaftswĂ€hrung tendierte am Montagmorgen etwas stĂ€rker. Ein Euro kostete 1,0747 US-Dollar (+0,19 Prozent), ein Dollar war dementsprechend fĂŒr 0,9305 Euro zu haben. Der Ălpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 85,80 US-Dollar; das waren 91 Cent oder 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.


