Großbritannien, DĂ€nemark

Großbritannien stĂ€rkt DĂ€nemark im Grönland-Streit mit Trump

05.01.2026 - 13:44:26

Die britische Regierung steht nach der erneuten Drohung von US-PrĂ€sident Donald Trump zu einer Annektierung Grönlands zum europĂ€ischen VerbĂŒndeten DĂ€nemark.

Die dĂ€nische Regierungschefin Mette Frederiksen habe damit recht, Trump jeglichen Anspruch auf das Gebiet zu verweigern, sagte Premierminister Keir Starmer der Nachrichtenagentur PA zufolge. Über die Zukunft Grönlands wĂŒrden Grönland und DĂ€nemark entscheiden, "und nur Grönland und DĂ€nemark", sagte Starmer.

Trump hatte am Sonntagabend (Ortszeit) erneut vor Journalisten bekrĂ€ftigt: "Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit." Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. "DĂ€nemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen", sagte Trump. Frederiksen hatte erklĂ€rt, die Vereinigten Staaten hĂ€tten "ĂŒberhaupt kein Recht" einen Teil der dĂ€nischen Staatsgemeinschaft zu annektieren.

Das in der Arktis gelegene Grönland ist zu vier FĂŒnfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner. Die Insel ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich DĂ€nemark.

Konflikt durch Social-Media-Beitrag befeuert

Frederiksen rief die USA dazu auf, "mit den Drohungen aufzuhören gegen einen historisch engen VerbĂŒndeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht". Die Regierungschefs von Schweden und Norwegen sowie Finnlands PrĂ€sident stellten sich öffentlich hinter Frederiksens ErklĂ€rung. Auch Deutschland und Litauen haben DĂ€nemark nach den neuen Drohungen von Trump mit einer Annexion Grönlands unmissverstĂ€ndlich Beistand versprochen.

Deutschland, Litauen, Großbritannien, DĂ€nemark, die skandinavischen NachbarlĂ€nder und die USA sind allesamt Nato-BĂŒndnispartner. Die jĂŒngsten diplomatischen Verstimmungen schienen nach dem US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela zunĂ€chst von einem Social-Media-Beitrag ausgelöst worden zu sein. In einem Post auf X von Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller war eine Karte Grönlands in den Farben der US-Flagge zu sehen. Dazu schrieb sie in Großbuchstaben ein einziges Wort: "SOON" (Deutsch: "BALD"). Katie Miller hat ĂŒber ihren Mann, Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, noch immer enge Beziehungen ins Weiße Haus.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.