BBC will Abweisung von Trumps Klage beantragen
13.01.2026 - 11:36:48Sie habe dem Gericht am Montagabend angekĂŒndigt, die Abweisung seiner Klage zu beantragen, und habe darum ersucht, alle weiteren Beweisaufnahmen vorerst auszusetzen, berichteten die BBC selbst und mehrere britische Medien unter Berufung auf entsprechende Gerichtsdokumente.
Trump hatte die BBC im Dezember auf insgesamt zehn Milliarden Dollar verklagt. Hintergrund der Klage, die bei einem Gericht im US-Bundesstaat Florida einging, ist ein Streit um den Zusammenschnitt einer Rede Trumps vom 6. Januar 2021, den der Sender fĂŒr die Sendung "Panorama" verwendet hatte. An diesem Tag war in der US-Hauptstadt Washington das Kapitol gewaltsam gestĂŒrmt worden. Ausgestrahlt wurde die Sendung kurz vor der US-PrĂ€sidentschaftswahl im November 2024.
Dem Sender zufolge fehlt dem Gericht in Florida die "persönliche ZustĂ€ndigkeit" gegenĂŒber der BBC. Der Gerichtsstand sei nicht zulĂ€ssig, und Trump habe keine hinreichende BegrĂŒndung fĂŒr eine Klage dargelegt.
BBC: Keine Grundlage fĂŒr Klage
In der Dokumentation hatte die BBC unterschiedliche Teile der Rede Trumps zusammengeschnitten und diesen Fehler spĂ€ter auch eingerĂ€umt. Der Fall wurde als maĂgeblicher Grund fĂŒr den RĂŒcktritt von Senderchef Tim Davie und der fĂŒrs NachrichtengeschĂ€ft verantwortlichen Journalistin Deborah Turness im November angegeben. Der US-PrĂ€sident warf der BBC vor, ihn in der Dokumentation "falsch und diffamierend" dargestellt zu haben. Der Sender habe "böswillig" versucht, seine Zuschauer zu tĂ€uschen.
FĂŒr eine Verleumdungsklage sah der Sender von Anfang an aus mehreren GrĂŒnden keine Grundlage. Nun argumentiert die BBC, dass Trump nicht - wie in der Klage dargelegt - habe nachweisen können, dass ihm die Sendung tatsĂ€chlich geschadet habe. Auch die Behauptung, die Sendung sei in den USA ausgestrahlt worden, sei falsch. Bei dem betroffenen Ausschnitt handle es sich zudem nur um 15 Sekunden einer einstĂŒndigen ausgewogenen Sendung.

