Wagenknecht kritisiert nach Börsenabsturz Union und SPD
07.04.2025 - 11:36:23
Die neue Bundesregierung verhandle an der Wirtschaftskrise vorbei, sagte Wagenknecht der "Welt" (Dienstagsausgabe). "Börsen und Weltwirtschaft schmieren ab, und die Bundesregierung verliert sich im `Klein-Klein` eines völlig aus der Zeit gefallenen Koalitionsvertrages. Es deutet alles darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft noch weiter in den AbwÀrtsstrudel gerÀt."
Wagenknecht sagte weiter: "Es geht nicht um die Zukunft von Saskia Esken, die die Menschen in Deutschland eher weniger bewegt, sondern um die Zukunft Tausender Betriebe und ArbeitsplÀtze in unserem Land."
Wirtschaftspolitik mĂŒsse jetzt die Top-PrioritĂ€t der kommenden Bundesregierung werden. DafĂŒr brauche es auch eine personelle Top-Besetzung, die in den Groko-Teams "weit und breit nicht in Sicht" sei. "Deutschland brĂ€uchte einen zweiten Ludwig Erhard als Wirtschaftsminister, der unkonventionell und eigenstĂ€ndig handelt und begreift: Wenn die USA uns mit Zöllen ĂŒberziehen, mĂŒssen wir unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu den BRICS-Staaten intensivieren, wenn wir als Exportnation mit hoher industrieller Wertschöpfung ĂŒberleben wollen." Und man brauche eine massive Steigerung öffentlicher Investitionen im Inland, so die BSW-Chefin.


