Bundesregierung mit zurĂŒckhaltenden Erwartungen an Ukraine-GesprĂ€ch
23.01.2026 - 14:35:18GrundsĂ€tzlich begrĂŒĂe man es, wenn es jetzt zu trilateralen ZusammenkĂŒnften komme, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Berichte ĂŒber mögliche Fortschritte nach GesprĂ€chen beim Weltwirtschaftsforum in Davos habe man zur Kenntnis genommen. "Wir sehen gleichzeitig, dass es weiterhin groĂe Fragen darĂŒber gibt, inwieweit Russland bereit ist, von Maximalforderungen wirklich Abstand zu nehmen."
Unter Vermittlung der USA wollen UnterhÀndler Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, erstmals seit lÀngerem wieder auf offizieller Ebene miteinander reden.
EuropÀer nicht dabei
Der stellvertretende Regierungssprecher sagte, Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe in den vergangenen Monaten viel dafĂŒr getan, dass es zu einer geeinten europĂ€isch-amerikanisch-ukrainischen Position fĂŒr diese GesprĂ€che komme. "Insofern sind wir nicht (...) im Raum, aber wir sind natĂŒrlich politisch durch die GesprĂ€che der vergangenen Wochen und den fortlaufenden Austausch sehr, sehr eng beteiligt", sagte er zu einer Frage, warum die EuropĂ€er von den GesprĂ€chen in Abu Dhabi ausgeschlossen seien.
Die Bundesregierung habe immer gesagt, dass man zu einem langfristigen und nachhaltigen Frieden kommen mĂŒsse, betonte der Sprecher. Nichts wĂ€re gewonnen, wenn es nur eine Atempause fĂŒr Russland bedeutete, um dann zu einem spĂ€teren Zeitpunkt erneut Angriffe zu fahren. Daher sei es zuletzt stark um Sicherheitsgarantien gegangen.

