Regierung, Gesundheit

Regierung will bei globaler Gesundheit noch stÀrker sparen

04.09.2025 - 05:39:43

Die Bundesregierung will ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr globale Gesundheitsprojekte stĂ€rker zusammenstreichen als bisher bekannt.

Wie aus einer Vorlage des Finanzministeriums fĂŒr den Haushaltsausschuss hervorgeht, soll der globale Fonds zur BekĂ€mpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria in den nĂ€chsten Jahren insgesamt 100 Millionen Euro weniger bekommen als bisher geplant.

Im laufenden Jahr sollen demnach noch 370 Millionen Euro fließen. FĂŒr die Haushalte 2026 bis 2028 sind allerdings statt der ursprĂŒnglichen 950 Millionen Euro nur 850 Millionen Euro an sogenannten VerpflichtungsermĂ€chtigungen vorgesehen. Mit den EtatplĂ€nen befasst sich heute der Haushaltsausschuss des Bundestags bevor Mitte des Monats der Haushalt beschlossen wird.

Nach Angaben der Entwicklungsorganisation One ist der globale Fonds das zentrale Finanzierungsinstrument in der Entwicklungszusammenarbeit, um HIV, Aids, Tuberkulose und Malaria zu stoppen. Er ist in 120 LĂ€ndern aktiv und sorgt nicht nur fĂŒr Behandlung von Krankheiten, sondern zum Beispiel auch fĂŒr die Verteilung von imprĂ€gnierten Moskitonetzen.

Die GrĂŒnen kritisieren die geplanten KĂŒrzungen scharf: "Gerade jetzt, wo die USA sich aus der globalen Gesundheitsfinanzierung zurĂŒckziehen, kĂŒrzt die Bundesregierung ausgerechnet beim Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria. Das ist fatal", sagte Haushaltspolitikerin Jamila SchĂ€fer der Deutschen Presse-Agentur. Wer jetzt nichts tue, riskiere massive RĂŒckschritte bei der BekĂ€mpfung dieser Krankheiten. Die GrĂŒnen wollen im Haushaltsausschuss beantragen, die UnterstĂŒtzung fĂŒr den globalen Fonds in diesem Jahr um 45 Millionen Euro aufzustocken und von 2026 bis 2028 insgesamt 1,4 Milliarden Euro zu geben.

@ dpa.de