Arbeitgeber gegen Rentenalter nach Beitragsjahren
08.12.2025 - 12:44:06 | dpa.de"Der von Bas unterstĂŒtzte Vorschlag eines einzelnen Beraters ist eine Neuauflage der Rente mit 63 unter einer neuen Ăberschrift. Dieses war falsch, bleibt falsch - und wird auch zukĂŒnftig unter einer neuen Ăberschrift falsch", sagte BDA-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Steffen Kampeter der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Der Wirtschaftsprofessor Jens SĂŒdekum hatte sich zuvor dafĂŒr ausgesprochen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter zu koppeln - sondern an die Zahl von Beitragsjahren. Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) sagte dazu im ARD-"Bericht aus Berlin": "Ich finde die Idee grundsĂ€tzlich ganz gut." Bei der sogenannten "Rente mit 63" ist die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gemeint, die zunĂ€chst ab einem Alter von 63 möglich war.
Kampeter bezeichnete es als "mehr als ĂŒberraschend", dass Bundesministerin Bas bereits zwei Tage nach der Verabschiedung des Rentenpakets von einer notwendigen grundlegenden Rentenreform spreche. "WĂ€re diese Einsicht ein paar Tage frĂŒher gekommen, wĂ€re die Koalition in einer besseren Verfassung", sagte der BDA-Vertreter. Vor der Verabschiedung eines schwarz-roten Rentenpakets am Freitag hatte es heftigen Streit in der Koalition gegeben. Nun soll noch im Dezember eine Rentenkommission fĂŒr eine weitere grundlegende Reform eingesetzt werden.
Gespannt auf VorschlÀge
Kampeter sagte: "Wir sind gespannt auf die VorschlÀge der bisher fiktiven Rentenkommission und wie sich die Politik dazu verhÀlt." LangjÀhrig BeschÀftigte hÀtten jedenfalls Anspruch auf eine anstÀndige Rente. "Deshalb ist es nur logisch, dass unser Rentenrecht lÀngeres Arbeiten und damit zusÀtzliche Beitragszahlungen mit höheren Renten belohnt."
Bas sagte, in der Rentenkommission wĂŒrden wohl zwei Modelle diskutiert - Renteneintrittsalter nach Lebenserwartung oder danach, wer eine bestimmte Strecke eingezahlt habe. Die BDA hatte im Einklang mit mehreren Ăkonomen gefordert, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Die SPD hatte dies bisher abgelehnt.
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