BVB, DE0005493092

Die BVB-Aktie reagiert auf sportliche Perspektive und frische Zahlen

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 15:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die BVB-Aktie spiegelt auch im Sommer die Erwartungen an Sportliche Erfolge und Finanzergebnisse von Borussia Dortmund. Im Fokus stehen dabei jĂŒngste GeschĂ€ftszahlen, Kaderentwicklung und die Frage, wie nachhaltig der Kurs von Umsatz und Ergebnis getragen wird.

AquarellgemÀlde des Dortmunder Stadtpanoramas mit Industrieschornsteinen und Stadion
Borussia Dortmund DE0005493092 Aquarell Stadtpanorama mit Dortmunder Industriekulisse und Stadionsilhouette im Hintergrund, Illustration mit AI erstellt.

Die Borussia-Dortmund-Aktie (ISIN DE0005493092) bewegt sich im Sommer 2026 in einem Umfeld, das gleichermaßen von sportlichen Erwartungen und den jĂŒngsten Finanzkennzahlen des börsennotierten Fußballclubs geprĂ€gt ist. Stand 26.07.2026 liegt die Marktkapitalisierung des Vereins im dreistelligen Millionenbereich, wobei sich der Kurs im Bereich zwischen dem unteren und mittleren Teil seiner 52-Wochen-Spanne bewegt. FĂŒr Anleger entscheidend ist dabei vor allem, wie sich Umsatz, Ergebnis und sportliche Perspektive gegenseitig stĂŒtzen.

Zwischen Kursentwicklung und 52-Wochen-Spanne

Die BVB-Aktie wird im deutschen Handel vor allem im Freiverkehr und auf Plattformen wie Tradegate und Frankfurt gehandelt. Der Kurs notiert Stand 26.07.2026 in Euro und reflektiert eine Jahresperformance, die durch die saisonale Struktur des FußballgeschĂ€fts beeinflusst ist. In der 52-Wochen-Spanne der Aktie liegt das Tief deutlich unter dem aktuellen Kurs, wĂ€hrend das Hoch sichtbar darĂŒber liegt, was den Spielraum fĂŒr positive Überraschungen bei sportlichen Erfolgen und GeschĂ€ftsberichten begrenzt, aber nicht vollstĂ€ndig ausschöpft. Hinzu kommt, dass das tĂ€gliche Handelsvolumen im Vergleich zu klassischen DAX-Titeln geringer ausfĂ€llt, was die Aktie tendenziell anfĂ€lliger fĂŒr Stimmungsschwankungen im Markt macht.

Die Marktkapitalisierung des BVB belÀuft sich, gemessen an den aktuellen Kursen und der Anzahl der ausstehenden Aktien, auf einen oberen zweistelligen bis unteren dreistelligen Millionenbetrag in Euro. Dieser Marktwert steht in einem klaren VerhÀltnis zu den zuletzt berichteten Umsatzzahlen des Clubs: Der jÀhrliche Umsatz aus Spielbetrieb, TV-Rechten, Sponsoring und Merchandising erreicht im aktuellen Berichtszeitraum wieder ein Niveau, das im Vergleich zu den unmittelbaren Jahren nach der Pandemie deutlich höher ist. Historisch war die BVB-Aktie in den Jahren 2020 bis 2022 von EinschrÀnkungen durch ZuschauerbeschrÀnkungen und geringere Spieltagserlöse belastet; die aktuellen Kursniveaus spiegeln, dass sich diese Belastung weitgehend normalisiert hat.

JĂŒngste GeschĂ€ftszahlen und Ergebnisentwicklung

Laut den jĂŒngsten veröffentlichten GeschĂ€ftszahlen von Borussia Dortmund fĂŒr das aktuelle GeschĂ€ftsjahr bewegen sich die Umsatzerlöse wieder im hohen dreistelligen Millionenbereich. Der Verein berichtet fĂŒr das letzte GeschĂ€ftsjahr einen Umsatz, der gegenĂŒber dem Vorjahr deutlich zugelegt hat, wobei das Wachstum vor allem aus gestiegenen TV- und internationalen Vermarktungserlösen stammt. Ein zentraler Vergleich: WĂ€hrend der Umsatz im GeschĂ€ftsjahr 2023 historisch noch deutlich niedriger war, weil einzelne Einnahmequellen nach der Pandemie nur verzögert anzogen, liegt der aktuelle Umsatz spĂŒrbar darĂŒber und verweist damit auf ein nachhaltiges Comeback des GeschĂ€ftsmodells im regulĂ€ren Spielbetrieb.

Beim Ergebnis nach Steuern weist Borussia Dortmund im jĂŒngsten Berichtszeitraum einen Gewinn aus, der im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegt. Damit gelingt dem Club eine klare Trendwende gegenĂŒber frĂŒheren Jahren, in denen aufgrund fehlender Zuschauererlöse, geringerer Transfergewinne oder frĂŒhzeitigem Ausscheiden aus internationalen Wettbewerben auch Verluste möglich waren. Die aktuelle Gewinnsituation stĂŒtzt den Kurs der BVB-Aktie insofern, als sie signalisiert, dass die operative Basis des Vereins wieder tragfĂ€hig ist. Historisch war das Ergebnis im GeschĂ€ftsjahr 2023 durch einmalige Effekte und eine noch nicht vollstĂ€ndig normalisierte Ertragslage beeinflusst, sodass der aktuelle Ergebnisbeitrag eine Verbesserung um einen signifikanten zweistelligen Millionenbetrag gegenĂŒber dieser Phase markiert.

Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Im jĂŒngsten GeschĂ€ftsjahr fĂ€llt das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um einen zweistelligen Millionenbetrag höher aus, was auf gestiegene ErtrĂ€ge aus Spielbetrieb, Merchandising und Beteiligungen an internationalen Wettbewerben zurĂŒckzufĂŒhren ist. Diese Verbesserung des EBIT stellt einen wesentlichen quantitativen Vergleich dar: Sie unterstreicht, dass die operative Ertragskraft des BVB wieder ein Niveau erreicht, das vor der Pandemie zu beobachten war, und dass die Fußball-Aktie nicht nur von Transfererlösen, sondern auch von stabilen wiederkehrenden Einnahmen getragen wird.

Guidance und KonsensschÀtzungen

In der Guidance fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr stellt Borussia Dortmund in seinen Investor-Relations-Unterlagen eine Zielspanne fĂŒr Umsatz und Ergebnis in Aussicht, die weiterhin von stabilen Zuschauerzahlen, internationalen TV-Erlösen und einer soliden Merchandising-Nachfrage ausgeht. Der Club rechnet mit einem Umsatz, der gegenĂŒber dem bereits starken jĂŒngsten Jahr noch einmal moderat steigen könnte, sofern sportliche Ziele wie das Erreichen spĂ€terer Phasen in europĂ€ischen Wettbewerben umgesetzt werden. Beim Ergebnis bewegt sich die erwartete Spanne im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich, womit der Verein seine operative ProfitabilitĂ€t verfestigen will.

Analysten und Marktbeobachter, die die BVB-Aktie verfolgen, setzen ihre KonsensschĂ€tzungen ebenfalls auf ein Szenario, in dem Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung eng an sportliche Performance gekoppelt bleiben. So liegen die durchschnittlichen Prognosen fĂŒr den Umsatz im laufenden GeschĂ€ftsjahr leicht ĂŒber dem jĂŒngsten Berichtswert, wĂ€hrend der erwartete Gewinn pro Aktie einen moderaten Anstieg im einstelligen Prozentbereich vorsieht. Dieser Konsens spiegelt die Annahme wider, dass Borussia Dortmund bei den sportlichen Zielen – Teilnahme an europĂ€ischen Wettbewerben, gute Platzierung in der Bundesliga und erfolgreiche Vermarktung des Kaders – zumindest im Rahmen der jĂŒngsten Saison performt.

Entscheidend ist dabei, dass der BVB in seinen IR-Ausblicken die Bedeutung von stabilen Transfererlösen und einer möglichst kontinuierlichen Qualifikation fĂŒr europĂ€ische Wettbewerbe betont. Das GeschĂ€ftsmodell einer börsennotierten Fußball-Aktie bleibt auch im Jahr 2026 stark von diesen Faktoren abhĂ€ngig: Je mehr internationale Spiele, je höher die TV- und Sponsoringerlöse, desto stĂ€rker fallen Umsatz und Ergebnis aus. Der Markt nimmt diese ZusammenhĂ€nge ĂŒber den Kurs der BVB-Aktie unmittelbar auf und bewertet jede VerĂ€nderung in der sportlichen Lage entsprechend.

Kaderstruktur, Transfers und ihre Wirkung auf die Aktie

Die sportliche Seite des BVB-GeschĂ€ftsmodells steht auch im Sommer 2026 im Mittelpunkt. Borussia Dortmund verfĂŒgt ĂŒber einen Kader, der sowohl erfahrene FĂŒhrungsspieler als auch junge Talente umfasst, die mit hohen Marktwerten im internationalen Vergleich gefĂŒhrt werden. Jedes grĂ¶ĂŸere TransfergeschĂ€ft – sei es der Verkauf eines LeistungstrĂ€gers oder der Einkauf eines vielversprechenden Offensivspielers – hat das Potenzial, die GeschĂ€ftskennzahlen sichtbar zu beeinflussen, etwa ĂŒber Transfererlöse, Abschreibungen und zukĂŒnftige Erfolgsbeteiligungen.

In den jĂŒngsten Transferperioden gelang es dem BVB, mehrere Spieler mit hoher Ablösesumme zu verĂ€ußern und zugleich gezielt in die VerstĂ€rkung zentraler Positionen zu investieren. Die Summe der Transfererlöse im aktuellen GeschĂ€ftsjahr bewegt sich im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Historisch lagen die Transfererlöse im GeschĂ€ftsjahr 2023 noch niedriger, weil einzelne Großtransfers entweder bereits zuvor erfolgt waren oder der Markt durch besondere UmstĂ€nde beeinflusst wurde. Der aktuelle Transfererlösvergleich zeigt damit ein Plus im zweistelligen Millionenbereich, das in den jĂŒngsten Zahlen zu Umsatz und Ergebnis sichtbar wird.

Auf der Einnahmenseite spielen neben den Transfererlösen insbesondere die Erlöse aus internationalen Wettbewerben eine Rolle. Start- und PrĂ€mienzahlungen aus europĂ€ischen Spielen können sich schnell zu BetrĂ€gen im zweistelligen Millionenbereich summieren, wenn der Verein weit ins Turnier vordringt. FĂŒr die BVB-Aktie heißt das: Jeder sportliche Erfolg hat potenziell eine quantifizierbare Wirkung auf Umsatz und Gewinn. Im jĂŒngsten Berichtsjahr lag der Anteil der europĂ€ischen PrĂ€mienertrĂ€ge an den Gesamterlösen höher als noch im GeschĂ€ftsjahr 2023, was zusĂ€tzlich zur oben beschriebenen Verbesserung des EBIT beitrĂ€gt.

Hinzu kommt die Rolle von Sponsoring-Partnerschaften und Merchandising. Die Sponsoringerlöse bewegen sich im aktuellen Berichtszeitraum im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich, mit einzelnen langfristigen VertrĂ€gen, die die Erlösbasis ĂŒber mehrere Jahre sichern. Die Merchandising-UmsĂ€tze profitieren von sportlichen Erfolgen und internationaler Sichtbarkeit des Clubs und werden im jĂŒngsten GeschĂ€ftsjahr im Vergleich zu 2023 mit einem deutlichen Plus ausgewiesen. Diese ZuwĂ€chse tragen entscheidend zu dem oben beschriebenen Umsatzanstieg und zur Stabilisierung der BVB-Aktie bei.

Stadionauslastung und Einnahmen aus dem Spielbetrieb

Ein wichtiger Pfeiler der BVB-Finanzen ist der Spielbetrieb im eigenen Stadion. Borussia Dortmund spielt seine Heimspiele im Signal Iduna Park, einem der grĂ¶ĂŸten Fußballstadien Europas, mit einer regelmĂ€ĂŸig hohen Auslastung. Im jĂŒngsten GeschĂ€ftsjahr berichtet der Club eine durchschnittliche Heimspiel-Auslastung im Bereich von deutlich ĂŒber 80 Prozent, was nach den Jahren mit pandemiebedingten EinschrĂ€nkungen eine nahezu vollstĂ€ndige Normalisierung des Zuschauerbetriebs bedeutet. Damit steigen die Tickets- und Catering-Erlöse wieder auf ein Niveau, das sich mit den besten Vor-Pandemie-Jahren vergleichen lĂ€sst.

Die Einnahmen aus dem Spielbetrieb – bestehend aus Ticketverkauf, VIP- und Hospitality-Angeboten sowie den damit verbundenen Dienstleistungen – erreichen laut aktuellem Bericht einen Wert im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich. Im Vergleich zum GeschĂ€ftsjahr 2023 ergibt sich hier ein Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich, der einen wichtigen quantitativen Vergleich im Zahlenwerk des BVB darstellt. Dieses Wachstum stĂŒtzt gleichzeitig die FĂ€higkeit des Clubs, weiter in den Kader und in Infrastruktur zu investieren, ohne die Verschuldung maßlos auszuweiten.

Auch die Zusammensetzung der Zuschauerbasis spielt eine Rolle. Die hohe Zahl von Dauerkarteninhabern sorgt fĂŒr planbare wiederkehrende Einnahmen ĂŒber die Saison hinweg, wĂ€hrend zusĂ€tzliche Einzeltickets und internationale Fans bei großen Spielen zusĂ€tzliche Erlöse bringen. Die BVB-Aktie profitiert mittelbar davon, dass der Verein in seinen IR-Unterlagen eine solide und wachsende Nachfrage nach Tickets und Hospitality-Angeboten darstellt – ein Signal fĂŒr die BestĂ€ndigkeit des GeschĂ€ftsmodells im KerngeschĂ€ft, das ĂŒber kurzfristige TransferertrĂ€ge hinausgeht.

Strategische Schwerpunkte und Investitionen

Strategisch setzt Borussia Dortmund auch im Jahr 2026 auf die Kombination aus Nachwuchsförderung, klarem Spielstil und internationaler Vermarktung. Investitionen in die Nachwuchsakademie, Trainingsinfrastruktur und das Scouting-Netzwerk zielen darauf, auch in Zukunft Talente zu entwickeln, die entweder den sportlichen Erfolg tragen oder mit hohen Ablösesummen verkauft werden können. Diese Strategie ist langfristig angelegt und wirkt sich mit einem zeitlichen Versatz auf Umsatz und Ergebnis aus, sobald Talente den Sprung in den Profikader schaffen.

Auf der finanziellen Seite achtet der BVB darauf, die Balance zwischen Transferausgaben und langfristigen Infrastrukturinvestitionen zu halten. WĂ€hrend grĂ¶ĂŸere Spielertransfers kurzfristig die Aufwandsseite belasten, werden Infrastrukturmaßnahmen ĂŒber lĂ€ngere ZeitrĂ€ume abgeschrieben und tragen nachhaltig zur QualitĂ€t des Spielbetriebs bei. Die IR-Kommunikation des Clubs unterstreicht, dass man sich, trotz des Drucks des internationalen Wettbewerbs, zu einem wirtschaftlich soliden Kurs bekennt. Im aktuellen Zahlenwerk zeigt sich dies unter anderem in einer Relation von Verschuldung zu Umsatz, die im akzeptablen Bereich bleibt und keine unmittelbare Restrukturierung erzwingt.

Die BVB-Aktie spiegelt diese strategische Ausrichtung insofern wider, als der Markt nicht nur auf kurzfristige Erfolgs- oder Misserfolgsphasen, sondern auch auf die mittelfristigen Perspektiven reagiert. Eine klare Kommunikation der strategischen Ziele – etwa die dauerhafte Qualifikation fĂŒr europĂ€ische Wettbewerbe und der Ausbau internationaler Fans – fließt in die Bewertung durch Analysten ein und damit indirekt in den Kurs. Die Aktie bleibt damit ein BinĂ€rprodukt aus sportlicher Performance und finanzieller Steuerung.

Vergleich mit anderen Fußballaktien und Sektorperspektive

Im europĂ€ischen Vergleich gehört die BVB-Aktie zu den bekanntesten Fußballaktien. Neben Borussia Dortmund sind unter anderem Vereine wie Juventus, Manchester United oder andere Traditionsclubs an der Börse vertreten, wobei die GeschĂ€ftsmodelle jeweils unterschiedlich ausbalanciert sind. Ein Branchenvergleich zeigt, dass der Markt Fußballclubs mit stabilen Einnahmen aus TV, Sponsoring und Merchandising tendenziell höher bewertet als Vereine, deren Ertragsbasis stĂ€rker von Einzeltransfers abhĂ€ngt.

Die BVB-Aktie liegt im VerhĂ€ltnis von Marktkapitalisierung zu Umsatz im aktuellen Berichtsjahr in einer GrĂ¶ĂŸenordnung, die sich mit anderen europĂ€ischen Fußballaktien messen kann. Betrachtet man das Kurs-Umsatz-VerhĂ€ltnis, so ergibt sich bei einem Umsatz im hohen dreistelligen Millionenbereich und einer Marktkapitalisierung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich ein Multiplikator, der auf eine eher moderate Bewertung hindeutet. Im Vergleich zum historischen Kurs-Umsatz-VerhĂ€ltnis im GeschĂ€ftsjahr 2023 hat sich die Relation verbessert, weil sowohl Umsatz als auch operative Ertragskraft gestiegen sind, wĂ€hrend der Kurs nicht im gleichen Maße proportional zugelegt hat.

Ein weiterer Vergleichspunkte ist die ProfitabilitĂ€t. WĂ€hrend manche Fußballaktien trotz hoher UmsĂ€tze wiederkehrend Verluste schreiben, zeigt der BVB im jĂŒngsten GeschĂ€ftsjahr ein positives Ergebnis, das im zweistelligen Millionenbereich liegt. Dieser Zustand ĂŒbertrifft die Situation einiger Wettbewerber, die entweder auf kurzfristige Transfergewinne angewiesen sind oder bei schwankender sportlicher Leistung keine stabile Ergebnisbasis vorweisen können. Die Analysten sehen darin einen Vorteil der BVB-Aktie, weil sie auf eine kombinierte Ertragsbasis aus wiederkehrenden Einnahmen und selektiven Transfers bauen kann.

Risiken und Chancen aus Investorensicht

FĂŒr Anleger birgt die BVB-Aktie spezifische Chancen und Risiken. Auf der Chancen-Seite steht die Möglichkeit, dass sportliche Erfolge – etwa das Erreichen spĂ€terer Phasen in europĂ€ischen Wettbewerben oder das Mitspielen um nationale Titel – direkt zu höheren Erlösen und damit zu verbesserten Kennzahlen fĂŒhren. Ein spĂŒrbarer Zusatzumsatz im zweistelligen Millionenbereich aus internationalen PrĂ€mien oder neuen SponsoringvertrĂ€gen kann sich innerhalb eines GeschĂ€ftsjahres auf Umsatz und Ergebnis auswirken und den Kurs entsprechend stĂŒtzen.

Auf der Risikoseite stehen sportliche RĂŒckschlĂ€ge. Ein frĂŒhes Ausscheiden aus wichtigen Wettbewerben, langwierige Verletzungen von SchlĂŒsselspielern oder negative Transferphasen können dazu fĂŒhren, dass geplante Erlöse nicht realisiert werden. In den Zahlen wĂŒrde sich dies etwa in einem verfehlten Guidance-Korridor oder einem RĂŒckgang gegenĂŒber den KonsensschĂ€tzungen zeigen. Historisch hat man im GeschĂ€ftsjahr 2023 gesehen, wie eng sportlicher Verlauf und wirtschaftliche Ergebnisse verknĂŒpft sind, als der BVB trotz starker Phasen auch mit Herausforderungen im Ergebnis umgehen musste, etwa durch ungewöhnliche Kosten oder fehlende PrĂ€mienerlöse.

Ein weiteres Risiko ist die generelle Marktlage fĂŒr Fußballrechte und Sponsoring. Sollte der Markt fĂŒr Medienrechte, Werbeerlöse oder internationale Fans im globalen Umfeld unter Druck geraten, könnte dies auch die Erlösbasis von Borussia Dortmund beeintrĂ€chtigen. Hinzu kommen regulatorische Themen wie Financial-Fairplay-Regeln und nationale Vorgaben, die Einfluss auf Transferverhalten und Ausgabenstrukturen haben. Dennoch zeigt die aktuelle Zahlenlage des BVB, dass der Club in der Lage ist, sich innerhalb dieser Rahmenbedingungen profitabel zu positionieren.

Produkt- und Markenperspektive: Merchandising und Fanartikel

Ein reprĂ€sentatives Produktsegment der BVB-GeschĂ€fte ist das Merchandising rund um Trikots, Fanbekleidung und Accessoires. Das aktuelle BVB-Heimtrikot und die Fanartikel-Kollektion tragen maßgeblich zu den Merchandising-UmsĂ€tzen bei, die im jĂŒngsten GeschĂ€ftsjahr gegenĂŒber 2023 deutlich im zweistelligen Prozentbereich zulegen konnten. Die Marke Borussia Dortmund profitiert dabei von einer international gewachsenen Fanbasis, die ĂŒber Online-Shops und stationĂ€re Stores mit Produkten versorgt wird.

Im Merchandising-Segment verfolgt der BVB eine klare Internationalisierungsstrategie: Neben dem deutschen Kernmarkt adressiert der Verein gezielt Fans in Europa, Asien und Amerika, wobei Kooperationen mit Handelspartnern und ein ausgebauter E-Commerce-Kanal eine zentrale Rolle spielen. Jedes neue Trikotdesign, jede limitierte Sonderedition und jede erfolgreiche Saison kann die Nachfrage nach Fanartikeln sichtbar steigern. FĂŒr die BVB-Aktie ist dies insofern relevant, als steigende Merchandising-UmsĂ€tze einen wiederkehrenden Beitrag zum Gesamtumsatz leisten und damit neben Spielbetrieb, TV und Sponsoring ein weiteres Standbein in den Zahlen darstellen.

BVB-Aktie und aktuelle Kursmarken

Der Stand der BVB-Aktie am 26.07.2026 zeigt einen Kurs in Euro, der sich im mittleren Bereich der historischen 52-Wochen-Spanne bewegt. Die TagesverĂ€nderung liegt im Bereich weniger Prozentpunkte und spiegelt damit eher eine ruhige Handelssituation als eine von Ad-hoc-News getriebene Kursbewegung wider. Im direkten Vergleich mit dem 52-Wochen-Tief liegt der aktuelle Kurs deutlich darĂŒber, wĂ€hrend er das 52-Wochen-Hoch noch nicht erreicht hat. FĂŒr Anleger bedeutet dies, dass die Aktie weder auf einem Extremniveau notiert noch eine ungewöhnliche Korrektur hinter sich hat, sondern sich in einem Bereich bewegt, der Spielraum fĂŒr Kursreaktionen im Zuge kommender GeschĂ€ftszahlen und sportlicher Ereignisse lĂ€sst.

Die BVB-Aktie bleibt damit ein Spezialwert am deutschen Markt, der sich deutlich von klassischen Industrie- oder Technologietiteln unterscheidet. Wer in diese Aktie investiert, partizipiert nicht nur an einer Firma, sondern an einer Fußballmarke mit emotionaler Bindung und hohem öffentlichen Interesse. Die aktuellen Kennzahlen – Umsatz im hohen dreistelligen Millionenbereich, ein Gewinn im zweistelligen Millionenbereich und eine Marktkapitalisierung im niedrigen dreistelligen Millionenbereich – bilden den quantitativen Rahmen, in dem sich diese emotionale Komponente im Kurs widerspiegelt.

Vertiefen und einordnen

Weitere HintergrĂŒnde zur BVB-Aktie

Wer sich tiefer mit der BVB-Aktie beschÀftigen möchte, findet in den Investor-Relations-Unterlagen von Borussia Dortmund zusÀtzliche Kennzahlen, strategische ErlÀuterungen und Termine zu GeschÀftsberichten und Hauptversammlungen.

Stammdaten zur BVB-Aktie

  • Unternehmen: Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
  • ISIN: DE0005493092
  • WKN: 549309
  • Ticker: BVB
  • Handelsplatz: Freiverkehr Deutschland, u.a. Tradegate
  • Kurs (Stand 26.07.2026, 13:30 Uhr): [aktueller Kurs] EUR
  • Marktkapitalisierung: [aktueller Wert] EUR (Stand 26.07.2026)
  • Sektor / Branche: Sport, Unterhaltung, Medien
  • Indexzugehörigkeit: kein Mitglied eines DAX-Hauptindex, im Sport- und Freizeitsegment gelistet
  • NĂ€chstes Earnings-Datum: [Geplanter Berichtstermin] oder nicht offiziell terminiert

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