DĂ€nische Regierungschefin kritisiert Trumps Nato-Aussagen zu Afghanistan
24.01.2026 - 14:29:00Es sei "nicht hinnehmbar", dass der US-PrĂ€sident die BemĂŒhungen verbĂŒndeter Soldaten infrage stelle, sagte Frederiksen der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge.
Frederiksen betonte demnach, dass DĂ€nemark gemessen an der Bevölkerungszahl die gröĂten Verluste erlitten habe. Ritzau zufolge kamen wĂ€hrend des Einsatzes nach dem 11. September 2001 44 dĂ€nische Soldaten ums Leben, 37 davon infolge direkter KampfeinsĂ€tze.
Trump hatte in einem Interview mit dem Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die Nato nie gebraucht hĂ€tten. Mehrere andere Nato-Staaten hĂ€tten zwar Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurĂŒck geblieben, "etwas abseits der Frontlinien". Kritik an den Aussagen war zuvor unter anderem aus GroĂbritannien und Polen gekommen.
Nach den islamistischen TerroranschlĂ€gen am 11. September 2001 hatten die USA Artikel FĂŒnf des Natovertrags aktiviert, um Beistand ihrer VerbĂŒndeten zu bekommen. Dies fĂŒhrte dazu, dass Deutschland und andere Nato-Staaten wie GroĂbritannien sich am Krieg gegen die Taliban und die Terrororganisation Al-Kaida beteiligten. Es war das erste und einzige Mal in der Nato-Geschichte, dass ein solcher BĂŒndnisfall ausgerufen wurde.

