Drohnenalarm in DĂ€nemark: TĂ€tersuche dauert an
25.09.2025 - 20:38:21Es gebe keine Informationen, die es erlauben wĂŒrden, die Urheber zu benennen, sagte der Leiter des MilitĂ€rgeheimdienstes FE, Thomas Ahrenkiel, bei einer Pressekonferenz am Abend. "Wir befinden uns in einer ernsten Situation", sagte er.
Zuvor hatte bereits der dĂ€nische AuĂenminister Lars LĂžkke Rasmussen in einem Interview des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gesagt, es lĂ€gen nicht ausreichend Informationen vor, um sich auf einen Verantwortlichen festzulegen.
Der Leiter des Inlandsgeheimdienstes PET, Finn Borch, sagte, es sehe aus wie eine Art hybrider KriegsfĂŒhrung, die auch anderswo in Europa zu beobachten sei. Das Risiko russischer Sabotage in DĂ€nemark sei groĂ.
Immer neue Drohnensichtungen gemeldet
Nur zwei Tage nach dem umfassenden Drohnenalarm am Flughafen Kopenhagen waren am spĂ€ten Mittwochabend bis in die Nacht zum Donnerstag weitere Drohnen ĂŒber einer Reihe von dĂ€nischen FlughĂ€fen gesichtet worden. Am Flughafen Aalborg im Norden des EU- und Nato-Landes musste vorĂŒbergehend der Luftraum gesperrt werden.
Auch in der NĂ€he der FlughĂ€fen in der wichtigen Hafenstadt Esbjerg, in SĂžnderborg nahe der deutschen Grenze sowie in der Kleinstadt Billund wurden Drohnen beobachtet. Ebenso am MilitĂ€rflugplatz Skrydstrup. Alle diese Orte befinden sich in JĂŒtland, dem westlichen Teil von DĂ€nemark, der im SĂŒden an Deutschland grenzt. Eine Gefahr fĂŒr Flugpassagiere und Menschen habe nicht bestanden, teilten die zustĂ€ndigen Polizeidienststellen mit.
Im Laufe des Donnerstags wurden zudem immer neue Drohnensichtungen in DĂ€nemark gemeldet, darunter ĂŒber kritischer Infrastruktur wie MilitĂ€ranlagen, Ălfeldern und HĂ€fen. Von Schiffen in der Nordsee wurden ebenfalls Sichtungen gemeldet, bestĂ€tigt sind diese nicht.

