Demokratische Antwort auf Trumps Rede: Zölle belasten Familienbudgets
25.02.2026 - 07:15:56 | dpa.deFamilien litten unter hohen Preisen fĂŒr Wohnen, Energie, Kinderbetreuung und Gesundheitsversorgung, sagte sie in einer Rede in Williamsburg. Trumps Zollpolitik treibe die Kosten fĂŒr Haushalte in die Höhe - der PrĂ€sident arbeite nicht daran, das Leben erschwinglicher zu machen, sondern mache es teurer.
Durchschnittlich mehr als 1.700 Dollar (knapp 1.440 Euro) pro Familie habe Trumps Zollpolitik an zusĂ€tzlichen Kosten verursacht, sagte Spanberger. Sie kritisierte zudem das Gesetzespaket "One Big Beautiful Bill" ("Ein groĂes, schönes Gesetz"), das die US-Regierung im Juli 2025 verabschiedet hatte. Es soll etwa KĂŒrzungen beim staatlich finanzierten Gesundheitsprogramm fĂŒr einkommensschwache Menschen ausweiten. Spanberger sagte, es gefĂ€hrde lĂ€ndliche Kliniken und entziehe Millionen Amerikanern Gesundheitsleistungen.
"Kaputtes Einwanderungssystem"
In der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik warf sie dem PrĂ€sidenten vor, mit Angst zu arbeiten, statt Lösungen anzubieten: "Unser kaputtes Einwanderungssystem muss reformiert werden - es darf nicht als Rechtfertigung fĂŒr unkontrollierte Beamte dienen, unsere Gemeinden zu terrorisieren." Die EinsĂ€tze von Bundesbeamten in US-StĂ€dten hĂ€tten das Land nicht sicherer gemacht, sondern nur gespalten.
Zudem warf die frĂŒhere CIA-Offizierin dem PrĂ€sidenten vor, die USA auĂenpolitisch zu schwĂ€chen, wirtschaftliche und technologische StĂ€rke preiszugeben und das Land durch Korruption und persönliche Bereicherung zu untergraben.
Zugleich rief Spanberger die BĂŒrger zu politischem Engagement auf. In mehreren Bundesstaaten hĂ€tten WĂ€hler bei jĂŒngsten Abstimmungen bereits ein Zeichen gegen das "Chaos" gesetzt. Sie verwies auf Siege der Demokraten bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey. Amerika habe immer dann Fortschritte gemacht, wenn BĂŒrger "mehr von ihrer Regierung verlangten".
Nach der Jahresansprache des PrĂ€sidenten folgt traditionell die Antwort der Opposition. Die 46-jĂ€hrige Spanberger hatte im vergangenen November die Gouverneurswahl in Virginia deutlich gegen die republikanische Kandidatin gewonnen. Die Demokraten sehen in ihr deshalb ein Stimmungsbarometer dafĂŒr, was fĂŒr WĂ€hler bei der Zwischenwahl zum US-Kongress im November entscheidend sein könnte.
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