Ariane will Zahl der Raketenstarts verdoppeln
16.01.2026 - 13:52:57Insgesamt sind sieben bis acht FlĂŒge geplant, wie der Chef des Gemeinschaftsunternehmens von Airbus NL0000235190 und Safran FR0000073272, Pierre Godart, sagt. FĂŒr sie steht die Ladung schon komplett unter Vertrag. Die Rakete ist seit 2024 im Einsatz, 2025 startete sie viermal.
Bereits geplant ist, die KapazitĂ€t 2027 auf rund zehn Raketen pro Jahr zu steigern. Auf lĂ€ngere Sicht könnte sie noch weiter anwachsen: Man prĂŒfe die Startfrequenz zu erhöhen, sagt Godart. DafĂŒr mĂŒsse man aber sicherstellen, dass der Bedarf auch langfristig vorhanden ist, damit sich die Investitionen auch lohnen. "Wir investieren, wenn es wirtschaftlich ist", betonte Godart. In diesem Zusammenhang wirbt er fĂŒr die sogenannte europĂ€ische PrĂ€ferenz, dass also staatliche und staatlich finanzierte Akteure aus Europa auch europĂ€ische Raketen nutzen. In anderen LĂ€ndern sei dies fĂŒr deren Raketen-Industrie auch der Fall.
Aktuell hat die ArianeGroup nach eigenen Angaben rund 30 Starts unter Vertrag. In den kommenden Jahren gebe es aber teilweise noch freie Slots, sagt der Unternehmenschef.
Erster Start der stÀrksten Version geplant
Im Februar steht fĂŒr die Ariane 6 zudem eine Premiere an. Erstmals soll sie in ihrer stĂ€rksten Variante mit vier Booster-Triebwerken starten - zwei mehr als bisher. Dies ermöglicht Nutzlasten von bis zu 20 Tonnen. Beim Start soll sie 32 Satelliten fĂŒr Amazons Netzwerk Leo ins All bringen. Es ist der erste von 18 Starts, die das US-Unternehmen in Auftrag gegeben hat.
Mit dem Hochfahren der Produktion garantiere man einen eigenen europĂ€ischen Zugang zum All - unter anderem auch fĂŒr die Bundeswehr, betonte Godart. Die ArianeGroup ist auch im militĂ€rischen Bereich tĂ€tig. Unter anderen stellt sie die ballistischen Raketen fĂŒr die französischen Atomwaffen her.
Ariane will wiederverwendbare Raketen entwickeln
Godart Ă€uĂerte sich auch dazu, ob Ariane anstrebt, wiederverwendbare Raketen einzusetzen. Auch hier gehe es um die Wirtschaftlichkeit, denn um den Raketen eine RĂŒckkehr zu ermöglichen, brauche man mehr Treibstoff, was die Nutzlast um 30 bis 40 Prozent verringere. Es sei aber wichtig, diese Technik zu beherrschen. Deswegen werde man sie entwickeln und dann entscheiden, ob man sie einsetze.

