Umsatz, Fahrradwirtschaft

Umsatz fĂŒr Fahrradwirtschaft weiter gesunken

11.03.2026 - 11:56:17 | dpa.de

Die deutsche Fahrradwirtschaft schöpft nach einem weiteren Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr langsam Hoffnung auf bessere GeschÀfte.

Erlöse von 5,85 Milliarden Euro bedeuteten 2025 einen erneuten RĂŒckgang vom Vorjahr um 7,7 Prozent und das schwĂ€chste Umsatzergebnis seit Ausbruch der Corona-Pandemie, wie die VerbĂ€nde von Industrie und Fachhandel berichten.

Die StĂŒckzahl der verkauften RĂ€der ging dabei aber nur leicht von 3,9 auf 3,8 Millionen zurĂŒck. Vor allem bei E-Bikes konnten die Kunden von hohen Rabatten profitieren: Hier sank der Durchschnittspreis um 3,8 Prozent auf 2.550 Euro. Herkömmliche FahrrĂ€der kosteten wie im Vorjahr im Schnitt 500 Euro. Hier stĂŒtzte der sportliche Trend zu hochwertigen Renn- und GravelrĂ€dern den Schnitt. Die HĂ€ndler sahen sich in nahezu allen Preissegmenten zu hohen Rabatten gezwungen.

Die nach Corona sprunghaft aufgebauten LagerbestĂ€nde sollen bis Ende 2026 weitgehend abverkauft sein. Immer noch liegt der Umsatz deutlich ĂŒber dem Niveau vor der Pandemie (2019: 4,0 Mrd Euro). Die Fahrradbranche pendele sich auf einem stabilen Niveau ein, erklĂ€rt der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Zweiradindustrieverbands ZVI, Burkhard Stork. "Die Nachfrage nach FahrrĂ€dern ist weniger konjunkturabhĂ€ngig als oft angenommen. Insgesamt bleibt die Fahrradwirtschaft ein verlĂ€sslicher Garant fĂŒr langfristige Wertschöpfung."

Fachhandel verdient mehr beim Service

Gut zwei Drittel der FahrrĂ€der werden ĂŒber den stationĂ€ren Fachhandel abgesetzt, weitere 24 Prozent kommen ĂŒber spezialisierte Online-HĂ€ndler. Der Verbund Service und Fahrrad (VSF) setzt vor allem Hoffnungen auf ein stĂ€rkeres WerkstattgeschĂ€ft. Bereits 2025 hĂ€tten die Teilnehmer einer Verbandsumfrage von Umsatzsteigerungen um 13,5 Prozent in diesem Segment berichtet. Die große Mehrheit plane einen Ausbau der Service-Leistungen.

In den VSF-Betrieben werden wesentlich höhere Durchschnittspreise pro Rad erzielt. Ein wesentlicher Treiber ist dabei das Dienstradleasing mit einem Umsatzanteil von knapp 42 Prozent. Mit ZuschĂŒssen von Arbeitgebern und Abgabevorteilen greifen die Kunden hĂ€ufig zu besonders teuren, gut ausgestatteten RĂ€dern. Die Zahl der neu geleasten DienstrĂ€der war 2025 aber mit 720.000 StĂŒck rĂŒcklĂ€ufig, berichtet der Verband "Zukunft Fahrrad". Nach dessen EinschĂ€tzung nutzen erst elf Prozent der rund 22,6 Millionen Leasing-berechtigten Menschen die Möglichkeiten.

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