Deutsche Winzer erzeugen etwas weniger Wein
30.03.2026 - 09:14:03 | dpa.deDie Weinbaubetriebe erzeugten rund 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, das waren 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 betrug das Minus 10 Prozent.
Eine stĂ€rkere FĂ€ulnisanfĂ€lligkeit der Trauben infolge von krĂ€ftigem Regen und damit eine verkĂŒrzte Lese waren vor allem in den beiden gröĂten Weinbauregionen Rheinhessen und Pfalz der Grund fĂŒr den RĂŒckgang. Dort wurde dennoch fast die HĂ€lfte (48,1 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Die gesamte ErtragsflĂ€che in Deutschland ist der Statistik zufolge nur um 1,1 Prozent (1.100 Hektar) geschrumpft. Auch im Rheingau wurde weniger Trauben gelesen und verarbeitet (minus 10,2 Prozent) als im Vorjahr.
Mehr PrÀdikatsweine
Mehr als zwei Drittel der 2025 erzeugten Weine waren WeiĂweine (69,6 Prozent). Der Anteil der PrĂ€dikatsweine an allen Weinen stieg innerhalb eines Jahres wieder deutlich, auf 29,3 Prozent (2024: 16,1 Prozent).
Unterschiedliche WitterungsverhĂ€ltnisse haben die Produktion in den 13 Anbaugebieten beeinflusst: Deutlich mehr Wein und Most (plus 12 Prozent) gab es an der Mosel, vor allem wegen der dortigen Handelskellereien. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in gröĂeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten.
Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent lag die Erzeugung im Weinanbaugebiet Baden leicht ĂŒber dem Vorjahresniveau. StĂ€rker kletterte sie in WĂŒrttemberg (11,0 Prozent) und Franken (21,1 Prozent). Auch die kleineren Anbaugebiete Sachsen und Ahr konnten zulegen.
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