EuropĂ€er ermahnen Trump: Putin muss Niederlage fĂŒrchten
Veröffentlicht am: 20.10.2025 um 17:17 Uhr | dpa.de"Wir alle unterstĂŒtzen die BemĂŒhungen von PrĂ€sident Trump, den Krieg zu beenden - doch Putin wird nur dann ernsthaft verhandeln, wenn er glaubt, dass er verliert", sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach Beratungen mit den AuĂenministern der EU-Staaten in Luxemburg. Die EU halte deswegen auch an ihren Planungen fĂŒr das 19. Sanktionspaket fest, das im Idealfall Ende dieser Woche vereinbart werde. Minister hĂ€tten auch deutlich gemacht, dass anschlieĂend sofort mit den Planungen fĂŒr ein 20. Paket begonnen werden sollte.
Zur Frage, ob die Ukraine fĂŒr eine Waffenruhevereinbarung mit Russland den kompletten Donbass aufgeben sollte, sagte Kallas, man dĂŒrfe nicht vergessen, dass Russland der Aggressor und die Ukraine das Opfer sei. Druck auf das Opfer auszuĂŒben, sei der falsche Ansatz - nicht nur im Hinblick auf die Ukraine, sondern auch mit Blick auf die europĂ€ische und globale Sicherheit. "Denn wenn Aggression sich auszahlt, ist das eine Einladung, sie andernorts ebenfalls einzusetzen", sagte sie. Druck auf Russland mĂŒsse den Krieg beenden.
Auf ein Treffen in Budapest hatten sich Trump und Putin am vergangenen Donnerstag bei einem Telefonat verstĂ€ndigt. Trump will dabei Möglichkeiten fĂŒr eine Beendigung des Ukraine-Krieges ausloten. FĂŒr ein Ende der KĂ€mpfe in der Ukraine sollte seiner Meinung nach der aktuelle Frontverlauf eingefroren werden - inklusive einer daraus folgenden Teilung der östlichen Donbass-Region.
Vor Trumps ĂuĂerungen hatte die "Financial Times" unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen berichtet, dass er Selenskyj bei dem Treffen am Freitag dazu gedrĂ€ngt haben soll, fĂŒr ein Ende des Kriegs den gesamten Donbass aufzugeben. Damit wĂŒrde der russische PrĂ€sident Putin eines seiner wichtigsten Ziele in dem seit 2022 andauernden Krieg erreichen.
