Gentechnik: Weitere Sorten Baumwolle und Mais genehmigt
08.10.2024 - 16:01:37Bestimmte Kulturen von Mais und Baumwolle werden kĂŒnftig als Lebens- und Futtermittel zugelassen, teilte die BrĂŒsseler Behörde mit. AuĂerdem wurde die Zulassung von zwei bereits genehmigten Maissorten verlĂ€ngert.
Die Kommission erlaubt mit diesem Schritt ausschlieĂlich die Einfuhr dieser gentechnisch verĂ€nderten Mais- und Baumwollkulturen in die EU- ein Anbau in der Union ist ausgeschlossen.
Genehmigungen und verlĂ€ngerte Zulassungen der gentechnisch verĂ€nderten Pflanzen gelten fĂŒr einen Zeitraum von zehn Jahren. Produkte, die aus diesem Anbau gewonnen werden, unterliegen strengen EU-Vorschriften zur Kennzeichnung und RĂŒckverfolgbarkeit.
Die betreffenden Kulturen durchliefen ein umfangreiches Bewertungsverfahren, das ein hohes Schutzniveau fĂŒr die Gesundheit von Mensch und Tier sowie fĂŒr die Umwelt sicherstelle, so die Kommission. In ihrer positiven wissenschaftlichen Bewertung stellte die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) fest, dass die gentechnisch verĂ€nderten Kulturen ebenso sicher seien wie ihre konventionellen Produkte.
Gentechnik in der EU weiter umstritten
Nachdem weder die Mitgliedsstaaten noch der stĂ€ndige Berufungsausschuss sich fĂŒr oder gegen eine Zulassung der genetisch verĂ€nderten Pflanzen entscheiden konnten, war die Kommission eigenen Angaben zufolge nun gesetzlich zu einer Entscheidung verpflichtet.
Ziel von genetisch verÀnderten Kulturen ist es, Landwirten Zugang zu widerstandsfÀhigeren Pflanzen zu ermöglichen, die etwa weniger Pestizide benötigten. Zudem könnte die Lebensmittelsicherheit verbessert werden. Beispielweise könnten genetisch verÀnderte Pflanzen besser mit Trockenheit zurechtkommen. Kritiker etwa von Umweltorganisationen oder Vertreter von BiolÀden warnen allerdings vor möglichen noch unbekannten Gefahren.

