EU will in Grönland-Konflikt vorerst auf Dialog setzen
19.01.2026 - 13:00:29"Aus den Konsultationen unter den EU-Staats- und Regierungschefs, einschlieĂlich PrĂ€sidentin von der Leyen, geht klar hervor, dass die PrioritĂ€t darin besteht, den Dialog zu suchen, nicht zu eskalieren, und die VerhĂ€ngung von Zöllen zu vermeiden", sagte ein Sprecher in BrĂŒssel. Grund sei, dass die VerhĂ€ngung weiterer Zölle letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks schĂ€digen wĂŒrden.
Wie der Dialog mit den USA organisiert werden soll, sagte der Sprecher nicht. Ein Treffen zwischen von der Leyen und US-PrÀsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos war nach seinen Angaben zunÀchst nicht geplant.
EU kann bei Bedarf Abwehrinstrumente einsetzen
Zugleich machte der Sprecher deutlich, dass die EU fĂŒr den Fall einer VerhĂ€ngung neuer US-Zölle ĂŒber Abwehrinstrumente verfĂŒge und diese bei Bedarf auch einsetzen werde. "Wir werden alles tun, was erforderlich ist, um die wirtschaftlichen Interessen der EU zu schĂŒtzen", sagte er.
Der Sprecher antwortete mit diesen SĂ€tzen auf die Frage, ob die EU-Kommission bereit sei, nach den jĂŒngsten Zolldrohungen Trumps die Nutzung des Instruments gegen wirtschaftliche ZwangsmaĂnahmen vorzubereiten. Dieses wĂŒrde es ermöglichen, Vergeltungszölle auf den Import von US-Waren zu verhĂ€ngen. Zudem könnten US-Unternehmen von der Vergabe öffentlicher AuftrĂ€ge ausgeschlossen werden - oder fĂŒr bestimmte Produkte Ein- und AusfuhrbeschrĂ€nkungen erlassen werden.
Trumps ZollplĂ€ne sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus Deutschland und anderen europĂ€ischen Nato-LĂ€ndern zu verhĂ€ngen, die jĂŒngst Soldaten als Zeichen der SolidaritĂ€t mit DĂ€nemark zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt hatten. Trump will DĂ€nemark dazu bringen, den Vereinigten Staaten die Arktisinsel zu verkaufen.

