EU-Staaten einigen sich auf Verteilung von Asylbewerbern
08.12.2025 - 12:43:30Innerhalb der EuropĂ€ischen Union sollen 21.000 Schutzsuchende umgesiedelt werden, um besonders unter Druck stehende EU-Staaten zu entlasten, wie die EU-Innenminister bei einem Treffen in BrĂŒssel festlegten.
Zudem sollen weniger belastete EU-LÀnder im Rahmen des SolidaritÀtsmechanismus, der mit der europÀischen Asylreform 2024 beschlossen wurde, 420 Millionen Euro bereitstellen. Eigentlich ist in der Asylreform die Umsiedlung von mindestens 30.000 Asylbewerbern und die Bereitstellung von 600 Millionen Euro pro Jahr vorgesehen. Da die europÀische Asylreform aber erst ab Juli 2026 in Kraft tritt, einigten sich die EU-LÀnder auf insgesamt geringere BeitrÀge.
Deutschlands Beitrag noch unklar
Welche BeitrĂ€ge Deutschland oder andere LĂ€nder gemÀà Einigung nun konkret leisten mĂŒssen, blieb zunĂ€chst unklar. Die Bundesrepublik kann sich nach einer Analyse von EU-Innenkommissar Magnus Brunner aber darauf berufen, dass sie sich bereits um sehr viele Asylbewerber kĂŒmmert, fĂŒr die eigentlich andere EU-Staaten zustĂ€ndig wĂ€ren.
Auch andere SolidaritĂ€tsbeitrĂ€ge wie Geld- oder Sachleistungen wĂ€ren demnach von deutscher Seite nicht notwendig. Diese können theoretisch von unterstĂŒtzungspflichtigen EU-Staaten geleistet werden, die keine FlĂŒchtlinge aufnehmen wollen.
Zuletzt deutlich weniger AsylantrÀge in der EU
Als LĂ€nder, die im kommenden Jahr wegen eines hohen Migrationsdrucks Anrecht auf SolidaritĂ€t anderer EU-Staaten haben, stuft die EU-Kommission in ihrer Analyse Griechenland und Zypern sowie Spanien und Italien ein. Zu den EU-Staaten, die nach den neuen Regeln wahrscheinlich Migranten aus anderen LĂ€ndern aufnehmen oder andere SolidaritĂ€tsbeitrĂ€ge leisten mĂŒssen, zĂ€hlen LĂ€nder wie Schweden, Portugal, Ungarn, RumĂ€nien und Luxemburg.
Die Zahl der neuen Asylbewerber innerhalb der EuropĂ€ischen Union sowie in den Nicht-MitgliedslĂ€ndern Norwegen und Schweiz ging im ersten Halbjahr dieses Jahres insgesamt zurĂŒck. Bis Ende Juni wurden in der Staatengruppe aus 29 LĂ€ndern (EU+) insgesamt 399.000 neue AntrĂ€ge registriert - im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 ein RĂŒckgang von 114.000 beziehungsweise 23 Prozent.

