EU-Staaten wollen stĂ€rker gegen MĂŒllexporte vorgehen
Veröffentlicht am: 25.03.2024 um 20:07 Uhr | dpa.deDamit solle den Zielen der Kreislaufwirtschaft und der KlimaneutralitĂ€t Rechnung getragen werden, teilten die Mitgliedstaaten am Montag nach einem Treffen der EU-Umweltminister in BrĂŒssel mit.
Durch die Ăberarbeitung der Abfallrichtlinie sollen EU-Staaten weniger MĂŒll in DrittlĂ€nder exportieren und mehr selbst verwerten. Mit der neuen Regel darf MĂŒll nur noch in LĂ€nder auĂerhalb der Organisation fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) exportiert werden, wenn das Zielland explizit zustimmt und nachweisen kann, dass der MĂŒll umweltfreundlich verarbeitet wird.
Wie aus Zahlen des Statistikamts Eurostat hervorgeht, exportierte die EU im Jahr 2022 ĂŒber 32 Millionen Tonnen Abfall in die Nicht-EU-LĂ€nder. Davon gingen 39 Prozent in die TĂŒrkei (12,4 Millionen Tonnen), gefolgt von Indien (3,5 Millionen Tonnen), dem Vereinigten Königreich (2,0 Millionen Tonnen), der Schweiz (1,6 Millionen Tonnen) und Norwegen (1,6 Millionen Tonnen).
