BrĂŒssel will mehr Infos von Temu zum Verbraucherschutz
11.10.2024 - 15:54:29Die BrĂŒsseler Behörde stellte am Freitag ein Auskunftsersuchen auf der Grundlage des EU-Gesetzes fĂŒr digitale Dienste (Digital Services Act), wie sie mitteilte. Demnach soll der chinesische Konzern unter anderem detaillierte Informationen ĂŒber die MaĂnahmen vorlegen, mit denen er das Wiederauftauchen von HĂ€ndlern verhindern will, die illegale Produkte auf ihrem Online-Marktplatz verkaufen. Die Kommission will auch Auskunft, wie die Risiken fĂŒr Verbraucher eingedĂ€mmt werden.
Es drohen Geldstrafen
Temu muss den Angaben zufolge die geforderten Informationen bis zum 21. Oktober liefern. Auf Grundlage der Antworten werde die Kommission die nĂ€chsten Schritte festlegen. Wenn ein Unternehmen falsche, unvollstĂ€ndige oder irrefĂŒhrende Informationen bereitstelle oder sich weigere, die Fragen zu beantworten, könne die Behörde Geldstrafen verhĂ€ngen.
Temu selbst kĂŒndigte in einem Statement an, vollstĂ€ndig mit der EuropĂ€ischen Kommission zu kooperieren. Seitdem man im Mai von der Kommission als sehr groĂe Online-Plattform eingestuft worden sei, habe man bereits bedeutende MaĂnahmen ergriffen.
Das Gesetz ĂŒber digitale Dienste (DSA) soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Nutzern wird es wiederum leichter gemacht, solche Inhalte zu melden. GrundsĂ€tzlich mĂŒssen groĂe Dienste mehr Regeln befolgen als kleine.

