ROUNDUP, Europas

Europas Rakete Ariane 6 fliegt erstmals mit vollem Schub

12.02.2026 - 20:23:13

Die europÀische TrÀgerrakete Ariane 6 ist erstmals in ihrer stÀrksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All geflogen.

Die Rakete startete am europĂ€ischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana mit 32 Satelliten fĂŒr den Internetriesen Amazon an Bord. Diese lieferte die Rakete in etwa 465 Kilometer Höhe aus. Laut Raketenbetreiber Arianespace verlief der Flug erfolgreich. Die Rakete ist entscheidend fĂŒr Europas UnabhĂ€ngigkeit im All, denn mit ihr kann Europa eigenstĂ€ndig grĂ¶ĂŸere Satelliten in den Weltraum bringen.

Modulare Rakete flog bisher nur mit zwei Boostern

Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5, die von 1996 bis 2023 im Einsatz war. Sie hob erstmals im Sommer 2024 ab. Sie soll Satelliten fĂŒr kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All befördern und ist laut der europĂ€ischen Raumfahrtagentur Esa deutlich gĂŒnstiger als ihre VorgĂ€ngerin.

Je nach Mission kann die flexible Rakete mit zwei oder mit vier Boostern ausgestattet werden. Bisher flog sie immer mit zwei Boostern, nun geht es fĂŒr sie zum ersten Mal mit voller StĂ€rke in den Weltraum. Mit den vier Boostern kann die Ariane 6 rund doppelt so viel Last ins All bringen.

Die Rakete kann bis zu 11,5 Tonnen Nutzlast in höhere und bis zu 21,6 Tonnen in niedrigere Umlaufbahnen transportieren. Durch die Möglichkeit, die Oberstufe wiederholt zu zĂŒnden, kann die Ariane 6 Satelliten in verschiedene Positionen und Umlaufbahnen platzieren.

Raketentechnik auch aus Deutschland

Am Bau der Ariane 6 waren gut ein Dutzend LĂ€nder beteiligt. Die Oberstufe wurde in Bremen montiert, die Tanks der Oberstufe und Teile des Triebwerks kommen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn. Im baden-wĂŒrttembergischen Lampoldshausen wurde das Vinci-Triebwerk getestet. Nach Frankreich ist Deutschland unter den Esa-LĂ€ndern der wichtigste Geldgeber und hat etwa 20 Prozent der Kosten von rund vier Milliarden Euro geschultert.

@ dpa.de

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