Europa Schluss: Etwas höher - US-Feiertag hemmt das GeschÀft
23.11.2023 - 18:19:42Angesichts des Feiertags in den USA verlief der Handel sehr ruhig, Impulse von der meist taktgebenden Wall Street fehlten.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss mit plus 0,25 Prozent auf 4361,32 Punkten. Der französische Cac 40 FR0003500008 legte um 0,24 Prozent auf 7277,93 ZÀhler zu, wÀhrend der britische FTSE 100 GB0001383545 0,19 Prozent höher bei 7483,58 Punkten aus dem Handel ging.
Auch die Wahlen in den Niederlanden rissen die Börsen nicht aus ihrer Lethargie. Der dortige Standardwerteindex AEX 25 NL0000000107 ging mit einem Plus von 0,3 Prozent aus dem Handel. Die Niederlande stehen nach dem Wahlsieg des EU-kritischen Rechtspopulisten Geert Wilders bei der Parlamentswahl vor einem historischen Rechtsruck.
Konjunkturdaten halfen dem Markt wenig. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hatte sich im November zwar ĂŒberraschend deutlich verbessert. Trotzdem rechnen Ăkonomen mit einem Abrutschen der Euro-Wirtschaft in eine Rezession. "Wenn die vielerorts erwartete konjunkturelle Besserung kommen soll, mĂŒssten sich die Einkaufsmanagerindizes deutlicher auf den Weg zu höheren Niveaus machen", sagte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. "Von einer klaren wirtschaftlichen Verbesserung kann deshalb nicht ausgegangen werden."
Ălwerte erholten sich trotz sinkender Preise fĂŒr den Rohstoff von ihrer VortagesschwĂ€che. Der Sektor EU0009658780 lag in der europĂ€ischen BranchenĂŒbersicht mit plus 1,3 Prozent vorn. Totalenergies FR0000120271 und Eni IT0003132476 gewannen unter den besten Werten im EuroStoxx jeweils um die eineinhalb Prozent.
Im Reise- und Freizeitsektor CH0019112744 wurden die Vortagesgewinne fast wieder aufgezehrt, er gab auf dem letzten Platz der Stoxx-600-Ăbersicht um ein Prozent nach. Aktien von Fluggesellschaften waren auffĂ€llig schwach. Air France-KLM FR0000031122 etwa verloren 3,9 Prozent, IAG ES0177542018 sanken um 2,9 Prozent.
Den Papieren des Versicherers Swiss Life CH0014852781 setzte eine negative Analysten-EinschÀtzung zu. Sie verloren 1,8 Prozent, nachdem Bank of America sie auf "Underweight" von "Neutral" abgestuft hatte.
Weiter rund lĂ€uft es bei Novo Nordisk DK0060534915. Der dĂ€nische Pharmakonzern steckt Milliarden in den Ausbau seiner Produktion. Der Konzern reagiert damit auf die hohe Nachfrage nach seinen populĂ€ren Medikamenten zur Gewichtsreduzierung, die zu LieferengpĂ€ssen fĂŒhrte. Die Aktien legten um ein Prozent zu.

