Börsen/Aktien, Spanien

Aktien Europa: Leichte Gewinne - Adyen mit Kurssprung

08.02.2024 - 12:05:05

Die europÀischen AktienmÀrkte haben am Donnerstag leicht zugelegt.

Spannender waren die Bewegungen bei Einzelwerten. Hier kam es nach einer Flut von Zahlen zu teilweise starken Kursbewegungen.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 legte am Mittag um 0,4 Prozent auf 4697,62 Punkte zu. Auch an den LĂ€nderbörsen ging es leicht nach oben. Der französische Cac 40 FR0003500008 gewann 0,51 Prozent auf 7649,79 Punkte. FĂŒr den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es um 0,24 Prozent auf 7647,32 ZĂ€hler nach oben.

Nach Ansicht von Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarktes sind die Gewinne aber mit Vorsicht zu genießen. Die darbende deutsche Wirtschaft sei ebenso ein Warnsignal wie die jĂŒngsten Nachrichten zu Problemen einiger US-Banken. "Zu alledem kommen noch wenig ermutigende Daten aus China", mahnte Molnar. "Das Land rutscht immer tiefer in die Deflation."

Doch es gab auch gute Nachrichten. So erfreuten die Aktien von Adyen NL0012969182 mit einem Kurssprung von ĂŒber 20 Prozent. Der niederlĂ€ndische Zahlungsdienstleister hatte im zweiten Halbjahr neue Marktanteile gewonnen und dadurch einen deutlichen Sprung bei Umsatz und operativem Gewinn hingelegt. Beide Kennziffern hĂ€tten die Erwartungen ĂŒbertroffen, stellten die Analysten von JPMorgan fest.

Nicht ganz so glÀnzend schnitten Kering FR0000121485 ab. Dem Gucci-Eigner machte eine schwÀchelnde Nachfrage nach seiner Luxusmode weiter zu schaffen. Im vergangenen Jahr sank der Umsatz konzernweit um vier Prozent. Unter dem Strich brach der Gewinn sogar um 17 Prozent ein. Trotzdem stieg die Aktie um drei Prozent. Analysten zeigten sich erleichtert, dass es nicht schlimmer gekommen sei. Auch andere Luxuswerte wie LVMH FR0000121014 und Hermes FR0000052292 verzeichneten Gewinne.

Im ebenfalls starken Rohstoffsektor fielen ArcelorMittal LU1598757687 mit 2,9 Prozent Gewinn auf. Der Stahlhersteller rechnet im laufenden Jahr trotz der fragilen Lage der Wirtschaft mit einer Belebung der Nachfrage, zumindest außerhalb von China.

Es gab aber auch EnttĂ€uschungen. So verloren Astrazeneca GB0009895292 nach Zahlen 3,9 Prozent. Durch eine schwĂ€chere Bruttomarge und höhere Ausgaben fĂŒr Forschung, Verwaltung und den Vertrieb sei der bereinigte Gewinn je Aktie unerwartet schwach ausgefallen, betonten die Analysten von Jefferies. Der Ausblick fĂŒr 2024 sei Ă€hnlich: Robust beim Umsatz, aber schwach mit Blick auf den Gewinn je Aktie.

Noch stĂ€rker ging es mit Moeller-Maersk DK0010244508 nach unten. Die Aktie rauschte um ĂŒber zehn Prozent in die Tiefe. Der jĂŒngste Anstieg der Frachtpreise wird nach Ansicht der dĂ€nischen Reederei nicht von Dauer sein. Die ÜberkapazitĂ€t an Schiffen werde die Preise perspektivisch wieder sinken lassen, sagte Unternehmenschef Vincent Clerc bei der Vorlage der Jahresbilanz.

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