Aktien Europa: Erholung geht weiter - Adyen gefragt
15.08.2024 - 11:55:22Das GeschĂ€ft verlief allerdings ruhig und die Gewinne waren ĂŒberschaubar. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 legte am spĂ€ten Vormittag um 0,22 Prozent auf 4.738,24 Punkte zu.
Der britische FTSE 100 GB0001383545 tendierte wenig verÀndert, wÀhrend der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 um 0,14 Prozent auf 12.088,31 ZÀhler kletterte.
"Die US-Preisdaten hatten in den letzten Handelstagen die Zinssenkungshoffnungen in den USA wieder etwas befeuert und dadurch insbesondere den US-Technologieunternehmen neuen Auftrieb gegeben", begrĂŒndete Finanzmarktexperte Andreas Lipkow die moderaten Gewinne. Allerdings bedĂŒrfe es weiterer Zahlen, um sich ein genaueres Bild zu machen. Daher harre der Markt der zahlreichen US-Daten am Nachmittag. Unter anderem stehen dann die ErstantrĂ€ge auf Arbeitslosenhilfe und die EinzelhandelsumsĂ€tze auf dem Programm.
StĂ€rkster Sektor waren die Technologiewerte. Der niederlĂ€ndische Zahlungsdienstleister Adyen NL0012969182 hatte im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Dabei profitierte Adyen von neuen Kunden sowie einem höheren abgewickelten Volumen. Die Zahlen ĂŒbertrafen die Erwartungen der Analysten, womit sich die eher skeptischen Erwartungen des Marktes an den Quartalsbericht nicht bewahrheiteten. Das deutliche Plus von 6,9 Prozent spiegelte dies wider.
Im Versicherungssektor waren Admiral Group gefragt. Die Aktie zog um sieben Prozent an. Die Analysten von RBC sprachen von besser als erwarteten Halbjahreszahlen des britischen Unternehmens. Vor allem in GroĂbritannien habe sich das GeschĂ€ft stark entwickelt.
Weniger gut kamen die Zahlen von Orsted DK0060094928 an - die Aktien des dĂ€nischen Versorgers und Windanlagenbetreibers fielen um sieben Prozent. Der Wert reagierte damit auf Wertberichtigungen sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verzögerung des Revolution Wind Projekts von insgesamt 3,9 Milliarden Kronen (526,7 Millionen Euro) im zweiten Quartal. Davon sei die eigentlich solide operative Entwicklung ĂŒberdeckt worden, merkten die Analysten des Investmenthauses Jefferies an. Den Sektor der Versorger beeinflussten die Abgaben der gering gewichteten Orsted allerdings nicht.
Auch die Aktien des SanitĂ€rtechnikers Geberit schwĂ€chelten. Das vom Unternehmen vorgelegte Quartalsresultat wurde am Markt zwar als solide beurteilt, mit dem verhaltenen Ausblick des Unternehmens dĂŒrften zahlreiche Analysten ihre SchĂ€tzungen nun aber nach unten revidieren. Geberit verloren 3,8 Prozent.
Unter den kleineren Werten glĂ€nzten unterdessen Bavarian Nordic DK0015998017. Die Aussicht auf groĂe AuftrĂ€ge fĂŒr den Impfstoffhersteller zur BekĂ€mpfung des Mpox-Virus lieĂ die Aktie um ĂŒber elf Prozent anziehen.

