Aktien, Europa

Aktien Europa: Moderate Gewinne - Telekomwerte gefragt

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 12:01 Uhr | dpa.de

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag weiter zugelegt.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex für die Eurozone stieg um 0,59 Prozent auf 6.515,04 Punkte und bewegte sich damit auf Rekordniveau. "Für Rückenwind sorgt die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Iran und Oman über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus", stellte Markexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest.

Auch außerhalb der Eurozone ging es leicht nach oben. So gewann der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 0,21 Prozent auf 14.582,68 Punkte. Der britische FTSE 100 GB0001383545 zog um 0,31 Prozent auf 10.921,90 Punkte an.

Gefragt waren Telekomwerte. Hier setzte das Schwergewicht Deutsche Telekom DE0005557508 mit über fünf Prozent Kursgewinn ein Ausrufezeichen. Die Telefongesellschaft hatte ihren Ausblick für den Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zudem baut der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus.

Um vier Prozent nach oben ging es mit der Aktie der Swisscom. Analysten lobten das besser als erwartet laufende Schweizer Kerngeschäft sowie die rasch voranschreitende Integration von Vodafone Italia.

Nicht ganz so eindeutig war die Entwicklung bei den Versicherern. Swiss Re CH0126881561 tendierten nach anfänglichen Verlusten kaum verändert. Insgesamt fanden die Halbjahreszahlen in Kommentaren lobende Worte, allerdings wurde auch auf den anhaltenden Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft verwiesen.

Zurich CH0011075394 verloren dagegen 2,5 Prozent. Analysten bemängelten die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung (P&C). Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg verwiesen zudem auf die hohe Bewertung der Aktie.

Unter den schwächelnden Industriewerten ragten Siemens DE0007236101 mit sechs Prozent Abschlag heraus. Gute Zahlen brachten der Aktie damit keinen neuen Schwung - im Gegenteil: "Nach der Rekordrally greifen viele Anleger zu Gewinnmitnahmen", so Molnar. "Ein klassischer Fall von 'Sell the Good News'."

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