Europa Schluss: Wenig verĂ€ndert - RĂŒckversicherer gefragt
13.12.2024 - 18:11:22 | dpa.deBeim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stand ein Plus von 0,05 Prozent auf 4.967,95 Punkte zu Buche. Auf Wochensicht resultiert daraus ein Minus von 0,2 Prozent.
AuĂerhalb des Euroraums gab am Freitag der Schweizer SMI CH0009980894 um 0,18 Prozent auf 11.694,43 ZĂ€hler nach. Der britische FTSE 100 GB0001383545 sank um 0,14 Prozent auf 8.300,33 Punkte.
Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker RoboMarkets machte eine Patt-Situation an den MĂ€rkten aus: "Wenn gute Nachrichten wie Zinssenkungen am Aktienmarkt lediglich mit einem Schulterzucken honoriert werden, ist dies ein Zeichen fĂŒr nur noch wenig Kaufinteresse und kĂŒndigt auf hohem Niveau zumindest mal eine Pause an." Er ergĂ€nzte: "Wenn aber auf der anderen Seite die investierten Anleger an ihren Positionen festhalten, droht nahezu Stillstand an der Börse."
Gefragt waren vor dem Wochenende Aktien von RĂŒckversicherern EU0009658822. Hier gab es gleich von den zwei gröĂten Konzernen frohe Kunde. Sowohl Munich Re DE0008430026 als auch Swiss Re CH0126881561 blicken zuversichtlich auf das kommende Jahr. Beide gehen von einem deutlichen Gewinnanstieg aus. Die Aktien des weltgröĂten RĂŒckversicherers Munich Re zogen an der EuroStoxx-Spitze um 5,6 Prozent an, wĂ€hrend die Titel des Schweizer Wettbewerbers Swiss Re in ZĂŒrich das Feld im SMI mit plus 4,5 Prozent anfĂŒhrten.
Schwach tendierten dagegen die Rohstoffwerte EU0009658624. Hier belasteten die Vorgaben aus Fernost. "Keine (geldpolitischen) Geschenke gab es von der zentralen Wirtschaftskonferenz in China", hieĂ es dazu vom Broker Index Radar. "Nachdem noch vor wenigen Tagen umfangreiche MaĂnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur angekĂŒndigt worden waren, ĂŒbte man sich nun in ZurĂŒckhaltung." Das habe enttĂ€uscht. China ist ein wichtiger Nachfrager von Rohstoffen.
Auch Pharmawerte EU0009658723 kamen nicht in die GĂ€nge. Da halfen selbst positive Nachrichten nichts. Der Pharmakonzern Roche CH0012032048 hatte in der EU die Zulassung fĂŒr sein Augenmittel Vabysmo zur Behandlung dreier Netzhauterkrankungen erhalten. Die Aktien sanken um 0,9 Prozent.
StÀrker belasteten den Sektor allerdings die Abgaben des Schwergewichts Novo Nordisk DK0060534915. Nach einer Zwischenerholung in den vergangenen Wochen schwÀchelten die Papiere wieder. Seit dem Höhenflug bis zur Jahresmitte befindet sich der Wert in einer Korrekturbewegung, in deren Verlauf er etwa 25 Prozent verloren hat. Zum Börsenschluss am Freitag fielen Novo Nordisk um 3,9 Prozent.
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