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Europa Schluss: Indizes vor US-Zinsentscheid auf Rekordhöhen

29.10.2025 - 18:45:07

Die europÀischen AktienmÀrkte haben am Mittwoch erneut RekordstÀnde erreicht.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145, der britische FTSE 100 GB0001383545 und der spanische Ibex 35 ES0SI0000005 erreichten im Handelsverlauf Bestmarken. Insgesamt aber hielten sich die Bewegungen in Grenzen. Anleger warteten auf den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Abend und auf eine Reihe von GeschÀftszahlen wichtiger US-Technologieunternehmen.

Der EuroStoxx schloss 0,03 Prozent höher bei 5.705,81 Punkten. Seine Bestmarke liegt bei gut 5.734 Punkten. Der britische FTSE 100 GB0001383545 ("Footsie") stieg um 0,61 Prozent auf 9.756,14 Punkte. FĂŒr den Ibex 35 ging es um 0,39 Prozent nach oben, wĂ€hrend der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,37 Prozent sank.

Auch in New York eilen die Aktienindizes von Rekord zu Rekord. "Die innere Verfasstheit der WeltaktienmĂ€rkte spiegelt eine durch scheinbar nichts zu erschĂŒtternde Robustheit wider", schrieb Marktanalyst Frank Wohlgemuth von der Essener National-Bank. Als "Stimmungsbeschleuniger" wirke vor allem die Aussicht auf weiter rĂŒcklĂ€ufige Notenbankzinsen in den USA.

Die Fed wird laut Ökonomen zum zweiten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen senken, um den Arbeitsmarkt und damit die Konjunktur zu stĂŒtzen. Niedrigere Zinsen können zu steigenden Investitionen und Konsumausgaben fĂŒhren und lassen Aktien gegenĂŒber festverzinslichen Wertpapieren attraktiver erscheinen.

Die Entwicklung der europĂ€ischen Branchen spiegelte teilweise die GeschĂ€ftszahlen der Unternehmen wider. Der Autosektor EU0009658681 profitierte von den Gewinnen von Mercedes-Benz DE0007100000. Der Quartalsbericht war nach Ansicht von Analysten stark ausgefallen, was die Aktien um 4,4 Prozent steigen ließ.

Im Technologiesektor EU0009658921 ragten Adyen NL0012969182 hervor. Besser als erwartet ausgefallene Umsatzzahlen im dritten Quartal ließen die Papiere des niederlĂ€ndischen Zahlungsdienstleisters an der EuroStoxx-Spitze um fĂŒnf Prozent steigen.

In der Bankenbranche EU0009658806 waren Santander ES0113900J37 gefragt. Ein starkes US-GeschĂ€ft hatte der spanischen Großbank zu einem ĂŒberraschend guten Quartal verholfen. Die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr wurde bestĂ€tigt, ebenso das Ziel, ĂŒber zwei Jahre insgesamt 10 Milliarden Euro an AktienrĂŒckkĂ€ufen zu tĂ€tigen. Die Anteilsscheine kletterten um 4,3 Prozent.

Nicht ganz so gut sah es bei einem anderen Finanzwert aus. Bei der UBS CH0244767585 bröckelten die frĂŒhen Gewinne ĂŒber den Vormittag ab und der Wert verlor ein Prozent. Eigentlich hatte das Institut starke Zahlen deutlich ĂŒber den Erwartungen abgeliefert und macht zudem Fortschritte bei der Credit-Suisse-Integration. Allerdings ĂŒberwiegen bei der Großbank weiter die Sorgen ĂŒber die anstehenden verschĂ€rften Kapitalanforderungen.

An der "Footsie"-Spitze schnellten die Papiere von Next GB0032089863 um 8,8 Prozent nach oben. Der Bekleidungs-EinzelhĂ€ndler hatte mit seinen Quartalszahlen positiv ĂŒberrascht und die Prognose fĂŒr den Vorsteuergewinn erhöht. Die Aktien von GSK GB0009252882 zogen dahinter um 6,6 Prozent an. Analysten wie etwa Zain Ebrahim von der US-Bank JPMorgan lobten die nun höher gesteckten Ziele des Pharmakonzerns fĂŒr den Umsatz und Gewinn in diesem Jahr.

@ dpa.de