Aktien Europa: Technologiewerte beflĂŒgeln MĂ€rkte
24.01.2024 - 12:09:37Am Vorband hatte er US-Streamingdienst Netflix US64110L1061 positiv ĂŒberrascht mit seinen GeschĂ€ftszahlen, am Mittwoch ĂŒberzeugten in Europa ASML und SAP. Nach der verhaltenen Entwicklung am Vortag zog der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gegen Mittag um 1,48 Prozent auf 4532,13 Punkte an. FĂŒr den französischen Cac 40 FR0003500008 ging es um 0,63 Prozent auf 7434,28 Punkte nach oben, wĂ€hrend der britische FTSE 100 GB0001383545 mit 7508,03 ZĂ€hlern um 0,3 Prozent anzog.
Die Neuigkeiten der Technologieschwergewichte wischten die Sorgen der Marktteilnehmer zumindest kurzfristig weg. "Die ZurĂŒckhaltung der Anleger in den vergangenen Tagen in Sachen Berichtssaison war zumindest mit Blick auf die Nachrichten von Netflix und SAP DE0007164600 nicht berechtigt", stellte Kapitalmarktstratege JĂŒrgen Molnar vom Broker Robomarkets fest. "Beide Unternehmen haben abgeliefert und genau das im GepĂ€ck, was Anleger hören wollen."
Die deutlichen Kursgewinne der Aktien des ChipindustrieausrĂŒsters ASML NL0010273215 und des Softwarekonzerns SAP trieben den Technologiesektor nach oben. Die Aktie des niederlĂ€ndischen HalbleiterausrĂŒsters kletterten um 6,6 Prozent. Analysten hoben die unerwartet starke Entwicklung der AuftragseingĂ€nge hervor. Nach einem Einbruch im vorangegangenen Quartal waren diese im vierten Quartal wieder deutlich angezogen.
FĂŒr den SAP-Kurs ging es Ă€hnlich stark nach oben. Europas gröĂter Softwarehersteller will in einem GroĂumbau die GeschĂ€fte mit KĂŒnstlicher Intelligenz (KI) pushen. Von dem Vorhaben seien rund 8000 Mitarbeitende betroffen, hatte das Dax-Schwergewicht DE0008469008 ĂŒberraschend mitgeteilt. Die Walldorfer hatten vor rund einem Jahr bereits 3000 Jobs gestrichen, um sich schlanker aufzustellen und sich wieder mehr auf das angestammte KerngeschĂ€ft rund um die Software zur Unternehmenssteuerung zu konzentrieren.
Rohstoffwerte waren erneut gefragt. Sie profitierten damit einmal mehr von Nachrichten zu dem bedeutenden Rohstoffnachfrager China. Die Notenbank des Landes lockert ihre Geldpolitik. Der Mindestreservesatz fĂŒr Banken soll Anfang Februar sinken.
Der Telekomsektor litt dagegen unter den Abgaben von Ericsson SE0000108656. Herabstufungen nach dem enttĂ€uschenden Quartalsbericht am Vortag belasteten die Aktie, die um 4,4 Prozent nachgab. Auch Alstom FR0010220475 sorgten fĂŒr Verdruss. Die Aktie des Herstellers von Schienenfahrzeugen fiel nach der Veröffentlichung von GeschĂ€ftszahlen um 5,8 Prozent. Die Analysten von der Bank JPMorgan bemĂ€ngelten die Umsatzentwicklung.

