Europa Schluss: TrÀger Wochenstart vor EZB und US-Inflation
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 18:26 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWie es hieĂ, hielten sich die Anleger zurĂŒck vor wichtigen Ereignissen, die in dieser Woche auf der Agenda stehen. Impulse von der Wall Street gab es nicht, weil die Handelswoche in den Vereinigten Staaten feiertagsbedingt erst am Dienstag beginnt.
Am Donnerstag steht der Zinsentscheid der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) auf der Agenda der Anleger, gefolgt von US-Inflationsdaten am Freitag, die wegweisenden Charakter fĂŒr die US-Geldpolitik haben könnten. Anhaltende Spannungen im Persischen Golf behinderten am Montag die Risikobereitschaft. Nach erneuten gegenseitigen Angriffen im Krieg zwischen den USA und dem Iran kam Gegenwind von steigenden Ălpreisen.
GestĂŒtzt auf anziehende Technologie- und KI-Werte als gröĂte Indexgewinner legte der EuroStoxx 50 EU0009658145 um 0,17 Prozent auf 6.403,99 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex verbuchte damit seinen dritten freundlichen Handelstag in Folge. AuĂerhalb des Euroraums schloss der britische FTSE 100 GB0001383545 knapp im Minus bei 10.822,13 ZĂ€hlern.
Deutlicher nach unten ging es in der Schweiz, wo der SMI CH0009980894 um 0,81 Prozent auf 14.279,38 Punkte fiel. Der ZĂŒricher Leitindex wurde vor allem von den Schwergewichten Novartis CH0012005267 und Swiss Re CH0126881561 belastet mit Abgaben, die jeweils gröĂer drei Prozent waren.
Der Pharmakonzern Novartis musste in einer Studie mit dem Lipoprotein-Senker Pelacarsen einen RĂŒckschlag einstecken. Das Medikament hatte nicht den erhofften Erfolg beim Schutz vor Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulĂ€rem Tod gezeigt. Swiss Re waren mit 3,6 Prozent Minus das SMI-Schlusslicht. Der RĂŒckversicherer warnte anlĂ€sslich des traditionellen Branchentreffens in Monte Carlo vor immer gröĂeren Risiken durch WaldbrĂ€nde.
Als Profiteur der gestiegenen Ălpreise lag der Sektorindex der europĂ€ischen Ălwerte EU0009658780 mit einem Plus von 1,3 Prozent an der Spitze. Die Papiere von Eni IT0003132476 und Totalenergies FR0000120271 gehörten im Eurostoxx mit 0,6 respektive 1,6 Prozent zu den Gewinnern.
Noch etwas gröĂere Kursgewinne konnten Anleger jedoch mit Einzelwerten erzielen, die vom Ausbau der KI profitieren. Titel des Chipkonzerns Infineon DE0006231004 waren im Schlepptau zuvor schon in Asien gestiegener Branchenkurse mit fast sieben Prozent der Spitzenreiter. Begehrt waren auĂerdem die Titel des ChipausrĂŒsters ASML NL0010273215 sowie des Elektrokonzerns Schneider Electric FR0000121972.
