Die Ferrari-Aktie legt nach starken Quartalszahlen zu
Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 14:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Ferrari-Aktie Anleger blicken nach den jüngsten Geschäftszahlen des italienischen Luxusautobauers Ferrari N.V. (ISIN NL0011585146) auf ein dynamisch wachsendes Unternehmen mit steigender Profitabilität. Laut dem veröffentlichten Geschäftsbericht für das Jahr 2025 erwirtschaftete Ferrari einen Umsatz von rund 6,0 Milliarden Euro, nach etwa 5,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024, was einem Plus von gut 13 Prozent entspricht. Die operative Ergebnismarge lag im selben Zeitraum im hohen zweistelligen Bereich und unterstreicht die starke Preissetzungsmacht der Marke.
Ferrari-Zahlen im Fokus
Der aktuelle Zahlenstrahl zeigt, dass Ferrari im Geschäftsjahr 2025 seine Auslieferungen erneut steigern konnte. Während der Konzern laut Berichtsangaben im Jahr 2024 etwas mehr als 13.000 Fahrzeuge ausgeliefert hatte, dürfte die Zahl 2025 deutlich darüber gelegen haben und das Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verankern. Damit setzt Ferrari seinen langfristigen Trend fort, die Stückzahlen moderat zu erhöhen, um Seltenheit und Margen zu sichern.
Beim Gewinn je Aktie hat Ferrari im selben Zeitraum ebenfalls zugelegt: Ausgehend von einem bereinigten EPS im Bereich von rund 6,00 Euro im Geschäftsjahr 2024 bewegt sich der Wert 2025 merklich höher und spiegelt die Kombination aus Volumensteigerung und höheren Durchschnittspreisen wider. Der Konzern verweist im Bericht darauf, dass insbesondere individuell konfigurierte Modelle und Sondereditionen einen überproportionalen Beitrag zum Ergebnis leisten.
Profitabilität und Prognose
Die operative Stärke zeigt sich auch im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ferrari meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen EBIT im Bereich von rund 1,6 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr etwa 1,3 Milliarden Euro erzielt worden waren. Das entspricht einem Anstieg von rund 23 Prozent und liegt damit klar über dem Umsatzwachstum, was die Skaleneffekte und die konsequente Kostenkontrolle widerspiegelt. Die EBIT-Marge bewegt sich damit deutlich jenseits der 25-Prozent-Marke.
Für Anleger ist zudem die Prognose wichtig: Ferrari peilt für das laufende Geschäftsjahr laut Managementaussagen einen weiteren moderaten Umsatzanstieg an und zielt auf eine stabile bis leicht steigende operative Marge. Der Konzern stellt in Aussicht, den Free Cashflow im Vergleich zu 2025 auszubauen, nachdem dieser bereits im Vorjahr im mittleren dreistelligen Millionenbereich gelegen hatte. Damit bleibt Spielraum für Investitionen in neue Modelle und Technologie sowie für eine fortgesetzte Ausschüttungspolitik.
Bewertung und Marktkennzahlen
Auch am Kapitalmarkt spiegelt sich der Erfolg des Unternehmens wider. Die Marktkapitalisierung von Ferrari lag per Ende 2025 im Bereich von rund 75 Milliarden Euro und damit klar höher als ein Jahr zuvor, als der Börsenwert noch etwa 65 Milliarden Euro betragen hatte. Der Anstieg um rund 10 Milliarden Euro innerhalb eines Jahres verdeutlicht, dass der Markt das zweistellige Wachstum und die hohe Profitabilität honoriert.
Für die Bewertung wird häufig das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBIT herangezogen. Auf Basis der 2025er Zahlen bewegt sich das EV/EBIT-Verhältnis im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich und liegt damit deutlich über dem Niveau klassischer Volumenhersteller. Der Aufschlag ist Ausdruck der einzigartigen Stellung Ferraris als Luxusanbieter mit begrenzten Stückzahlen und hoher Markenstärke.
Ferrari-Investor-Relations und Kennzahlen im Überblick
Wer tiefer in die Finanzkennzahlen und die Strategie von Ferrari eintauchen möchte, findet im Investor-Relations-Bereich des Unternehmens detaillierte Berichte und Präsentationen.
Luxusmodelle als Ertragsquelle
Ein wesentlicher Treiber der Profitabilität ist das Produktportfolio. Ferrari erwirtschaftet einen großen Teil seiner Erlöse mit Sportwagen wie der Modellfamilie um den Ferrari 488 und dessen Nachfolger, die in zahlreichen Sonder- und Limitserien angeboten werden. Solche Fahrzeuge erreichen häufig Verkaufspreise deutlich oberhalb von 250.000 Euro je Fahrzeug und tragen damit überproportional zur Marge bei.
Im Geschäftsbericht weist Ferrari darauf hin, dass individuell konfigurierte Fahrzeuge mit hohem Anteil an Sonderausstattungen einen spürbaren Mehrerlös generieren. Der durchschnittliche Erlös je Fahrzeug ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und lag 2025 im oberen Bereich des sechsstelligen Eurobetrags. Parallel dazu investiert Ferrari in neue Antriebe und Hybridtechnologie, um Abgasvorgaben zu erfüllen und gleichzeitig die Performance zu steigern.
Ferrari-Aktie im Schlussblick
Die Ferrari-Aktie spiegelt mit ihrer hohen Bewertung und der Marktkapitalisierung im zweistelligen Milliardenbereich die besondere Stellung des Unternehmens wider. Für Anleger sind insbesondere das anhaltende Umsatzwachstum, der kräftige EBIT-Anstieg und die solide Cashflow-Generierung zentrale Argumente im aktuellen Umfeld.
Ferrari-Aktie auf einen Blick
- Unternehmen: Ferrari N.V.
- ISIN: NL0011585146
- Ticker: RACE
- Handelsplatz: NYSE
- Marktkapitalisierung: rund 75 Mrd. Euro (Stand Ende 2025)
- Sektor / Branche: Automobile, Luxusgüter
- Indexzugehörigkeit: S&P 500
- Nächstes Earnings-Datum: nicht offiziell terminiert
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