Finnland, Besatzung

Finnland: Besatzung auf verdÀchtigem Schiff verhört - Unterwasserkabelschaden

02.01.2026 - 16:25:20

Die finnische Polizei hat Besatzungsmitglieder des verdÀchtigen Schiffes "Fitburg" befragt.

Laut einer Mitteilung sagte Risto Lohi von der Kriminalpolizei: "Die Vernehmungen haben den Handlungsablauf und die verschiedenen Rollen der Besatzungsmitglieder aufgeklÀrt." Die Ermittlungen dauerten demnach an.

Finnische Behörden hatten das Schiff, das im Verdacht steht, Schaden an einem Unterwasserkabel in der Ostsee verursacht zu haben, am Mittwoch festgesetzt. Zwei der 14 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen, gegen zwei weitere wurden Ausreiseverbote verhĂ€ngt. Zur NationalitĂ€t und dem Rang der VerdĂ€chtigen wollte sich die Polizei nicht Ă€ußern. Sie hatte jedoch zuvor mitgeteilt, dass die Besatzung aus russischen, georgischen, aserbaidschanischen und kasachischen Staatsangehörigen besteht.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren SachbeschÀdigung, der versuchten schweren SachbeschÀdigung sowie der schweren Störung des Telekommunikationsverkehrs.

Finnisch-estnisches Ermittlungsteam eingerichtet

Die "Fitburg" war in Verdacht geraten, nachdem der Telekommunikationsanbieter Elisa am Mittwochmorgen einen Schaden an einem unterseeischen Datenkabel gemeldet hatte, das die finnische Hauptstadt Helsinki mit Estlands Hauptstadt Tallinn verbindet. Als das Schiff von den Behörden gestoppt wurde, hatte es die Ankerkette heruntergelassen. Der Fall erinnert an frĂŒhere Vorkommnisse, bei denen mutmaßlich Schiffe mit Verbindung zu Russland unterseeische Kabel mit ihrem Anker beschĂ€digten.

Wie die finnische Polizei jetzt mitteilte, habe man gemeinsam mit den estnischen Behörden ein Ermittlungsteam eingerichtet. Die Spurensicherung am Meeresboden nahe des beschÀdigten Kabels wurde demnach fortgesetzt.

Möglicher Verstoß gegen EU-Sanktionen gegen Russland

Am Donnerstag hatte die finnische Zollbehörde mitgeteilt, dass der Frachter möglicherweise auch gegen EU-Sanktionen gegen Russland verstoßen hat. Demnach hatte es die Besatzung versĂ€umt, die Ladung ordnungsgemĂ€ĂŸ anzumelden. Ersten Erkenntnissen zufolge habe das Schiff Stahlprodukte aus Russland an Bord, die unter EU-Sanktionen gegen das Land fielen, hieß es in der Mitteilung der Zollbehörde weiter.

Die Ladung sei daher vorĂŒbergehend beschlagnahmt worden. Es werde nun geprĂŒft, ob ein Verstoß gegen die Sanktionen stattgefunden habe. Das Schiff war unterwegs vom russischen St. Petersburg in die israelische Hafenstadt Haifa.

@ dpa.de