Machado: Neuwahlen in Venezuela binnen zehn Monaten möglich
05.02.2026 - 23:10:18 | dpa.de"Wir glauben, dass ein echter transparenter Prozess mit manueller Stimmabgabe (.) ĂŒber den gesamten Ablauf hinweg in neun bis zehn Monaten umgesetzt werden könnte", sagte Machado dem US-Medium "Politico". "Aber das hĂ€ngt davon ab, wann man beginnt."
Mit US-PrĂ€sident Donald Trump habe sie bislang nicht ĂŒber einen konkreten Zeitplan fĂŒr den Beginn eines solchen Prozesses gesprochen. Die beiden hatten sich im WeiĂen Haus getroffen, nachdem Venezuelas autoritĂ€rer Machthaber NicolĂĄs Maduro im Januar vom US-MilitĂ€r festgenommen worden war.
Trump hatte jedoch in der Vergangenheit angedeutet, die Vereinigten Staaten könnten Venezuela noch ĂŒber Jahre hinweg beaufsichtigen, insbesondere mit Blick auf den Ausbau der Ăl-Infrastruktur. Der "New York Times" sagte er im vergangenen Monat, "nur die Zeit wird zeigen", wie lange die USA ihre Aufsicht ĂŒber Venezuela ausĂŒben werden.
Seit Maduros Festnahme wird das sĂŒdamerikanische Land von der geschĂ€ftsfĂŒhrenden PrĂ€sidentin Delcy RodrĂguez regiert, die zuvor Maduros VizeprĂ€sidentin war. Wie es politisch in Venezuela weitergeht, ist völlig offen.
Machado: MilitĂ€r unterstĂŒtzt Ăbergang zur Demokratie
Machado hatte nach der von BetrugsvorwĂŒrfen ĂŒberschatteten Wiederwahl Maduros im Jahr 2024 bislang keine Neuwahlen gefordert, sondern auf einen Machtwechsel auf Basis des damaligen Ergebnisses gedrĂ€ngt. Nach Auffassung der Opposition und internationaler Beobachter hatte der Oppositionspolitiker Edmundo GonzĂĄlez Urrutia die Wahl gewonnen.
Machado begrĂŒndete ihre EinschĂ€tzung zu möglichen Neuwahlen nun mit den politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen im Land. Sie verwies auf eine "starke demokratische Kultur" und die UnterstĂŒtzung der StreitkrĂ€fte fĂŒr einen Ăbergang zur Demokratie. Zudem fĂŒhrte sie die jĂŒngsten Wahlen in Venezuela an. "Wenn wir das unter so extremen Bedingungen geschafft haben, stellen Sie sich vor, was jetzt möglich ist, wenn wir die UnterstĂŒtzung der US-Regierung haben und die Menschen das GefĂŒhl haben, dass wir nicht allein sind".
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