Wehrdienst-PlĂ€ne: Gewerkschaft der Polizei fĂŒrchtet um den Nachwuchs
04.09.2025 - 05:59:04 | dpa.deDas in der vergangenen Woche vom Bundeskabinett beschlossene Gesetz könne dazu fĂŒhren, dass "mehr interessierte und geeignete junge Menschen sich zunĂ€chst bei der Bundeswehr verpflichten und weniger einen Dienst bei der Polizei anstreben", heiĂt es in einer Stellungnahme der Gewerkschaft, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.
Das Schreiben des GdP-Vorstands wurde demnach bereits im August an das Bundesverteidigungsministerium, das Bundesinnenministerium und die Innenministerkonferenz versandt.
Bundeswehr bekommt Ăberblick ĂŒber gesamten Nachwuchspool
Dadurch, dass die Bundeswehr junge Menschen wieder erfassen und mustern wolle, erhalte sie frĂŒhzeitig einen guten Ăberblick ĂŒber den "gesamten potenziellen Nachwuchspool" und könne diesen direkt ansprechen. Der Polizei sei das nicht möglich. Geplante PrĂ€mienzahlungen, FahrtkostenzuschĂŒsse und Entlassungsgelder wĂŒrden der Bundeswehr einen weiteren Vorteil verschaffen, heiĂt es demnach in dem Schreiben.
Die Polizei in Bund und LÀndern sei jedoch von einer hohen Zahl von Pensionierungen in den kommenden Jahren betroffen und benötige daher ebenfalls neues Personal.
Das Bundeskabinett billigte ein Gesetz zur EinfĂŒhrung eines neuen Wehrdienstes, mit dem eine Wehrerfassung junger MĂ€nner eingefĂŒhrt wird. Die Koalition setzt zunĂ€chst auf Freiwilligkeit und einen attraktiveren Dienst. Die RĂŒckkehr zur Wehrpflicht schon in Friedenszeiten wurde nicht vereinbart, Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) formulierte aber Grundvoraussetzungen fĂŒr eine Aktivierung.
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