Verdi zu Galeria: Neuer Insolvenzverwalter muss ArbeitsplÀtze sichern
09.01.2024 - 14:47:39"Wir als Gewerkschaft werden mit den BeschĂ€ftigten fĂŒr ihre Zukunft kĂ€mpfen", sagte Silke Zimmer, im Verdi-Bundesvorstand zustĂ€ndig fĂŒr den Handel, am Dienstag laut einer Mitteilung. "Vom neuen Insolvenzverwalter fordern wir, alles daranzusetzen, dass die gute wirtschaftliche Entwicklung, die das Unternehmen in den letzten Monaten genommen hat, fortgesetzt werden kann und die verbliebenen rund 12 000 ArbeitsplĂ€tze erhalten bleiben."
Galeria Karstadt Kaufhof hatte zuvor erneut Insolvenz angemeldet. Die Warenhauskette sucht nun einen neuen EigentĂŒmer. GesprĂ€che mit potenziellen Investoren seien bereits angelaufen, Ziel sei die FortfĂŒhrung von Galeria, hieĂ es. FĂŒr Galeria Karstadt Kaufhof ist es die dritte Insolvenz innerhalb von weniger als vier Jahren. Vorausgegangen war die Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Die Warenhauskette hat nach eigenen Angaben mehr als 15 000 BeschĂ€ftigte, davon 12 500 Festangestellte, dazu kĂ€men SaisonkrĂ€fte.
FĂŒr die BeschĂ€ftigten sei die erneute Insolvenz "absolut bitter", sagte Zimmer von Verdi. Die Gewerkschaft sieht fĂŒr Galeria Karstadt Kaufhof mit einem stationĂ€r-digitalen Warenhauskonzept grundsĂ€tzlich eine gute Zukunft. "WarenhĂ€user sind das Herz vieler InnenstĂ€dte. Sie bieten Kundinnen und Kunden Waren und gute Beratung in einer Breite und Tiefe an, die sie sonst nirgendwo so erhalten", sagte Zimmer. Die Gewerkschaft hoffe nun auf einen Investor, "der Handelskompetenz hat und Galeria Karstadt Kaufhof ermöglicht, als Ganzes erhalten zu bleiben und damit die ArbeitsplĂ€tze zu sichern".

