GanztÀgiger Streik bei Geldtransporten
30.09.2024 - 11:45:54Davon seien an diesem Montag alle BundeslĂ€nder betroffen mit Ausnahme von Baden-WĂŒrttemberg, teilte Verdi mit.
Hintergrund sind die Manteltarifverhandlungen fĂŒr rund 10.000 BeschĂ€ftigte im Geld- und Werttransport. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 20. September habe die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) kein akzeptables Angebot vorgelegt.
Verdi will Druck auf Arbeitgeber machen
"Die Arbeitgeber haben stattdessen an ihren Forderungen festgehalten, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrerin Sonja AustermĂŒhle. Neueinsteiger sollten zum Beispiel weniger Urlaubstage bekommen. Nun solle der Druck auf die Arbeitgeber vor der nĂ€chsten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Oktober in MĂŒnchen steigen. Von dem Streik sind laut Verdi die Firmen Ziemann in der Bankenmetropole Frankfurt sowie Prosegur im nahen Neu-Isenburg betroffen.
Die Gewerkschaft fordert, je Arbeitstag alle ĂŒber acht Stunden hinaus gehenden Zeiten mit Ăberstundenzuschlag zu vergĂŒten. Zudem verlangt sie ein bundeseinheitliches Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld jeweils in Höhe eines halben Brutto-Monatsgehalts und einen Urlaubsanspruch von 31 Tagen bezogen auf eine 5-Tage-Woche fĂŒr alle BeschĂ€ftigten.
Der Arbeitgeberverband hat sich bereits gegen Kritik von Verdi gewehrt. Derzeit betrage der Grundlohn in der Geld- und Wertbranche bundesweit zwischen 15,73 und gut 18 Euro je Stunde und im Geld- und Werttransport zwischen 18,47 und 21,18 Euro - jeweils ohne ZuschlÀge. Damit sei die Branche schon jetzt weit vom gesetzlichen Mindestlohn entfernt.

