Ringen um Tarifkompromiss fĂŒr Luftsicherheitspersonal geht weiter
21.03.2024 - 15:29:07Die zunĂ€chst auf zwei Tage angesetzte sechste Verhandlungsrunde wurden nach Angaben der Tarifparteien bis diesen Freitag (22. MĂ€rz) verlĂ€ngert. "Wir befinden uns in schwierigen GesprĂ€chen mit den Arbeitgebern. Wir wollen zu einer Lösung kommen, aber das braucht Zeit", sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Wolfgang Pieper.
Verdi und die Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) verhandeln seit Mittwoch ĂŒber die Arbeitsbedingungen von etwa 25 000 BeschĂ€ftigten privater Sicherheitsdienstleister. Das Luftsicherheitspersonal kontrolliert im Auftrag der Bundespolizei Passagiere, Personal und GepĂ€ck an den ZugĂ€ngen zum Sicherheitsbereich.
Verdi fordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Stundenlohnerhöhung um 2,80 Euro mit schneller einsetzenden MehrarbeitszuschlĂ€gen ab der ersten Ăberstunde. Die Unternehmen haben nach eigenen Angaben 2,70 Euro mehr pro Stunde in drei Stufen angeboten bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Umstritten waren zuletzt vor allem die ZuschlĂ€ge fĂŒr Mehrarbeit.
Bei zweitĂ€gigen Warnstreiks des Luftsicherheitspersonals an mehreren deutschen FlughĂ€fen waren nach SchĂ€tzungen des Flughafenverbandes ADV in der vergangenen Woche insgesamt 662 FlĂŒge ausgefallen, mehr als 100 000 Passagiere waren betroffen. Bei einer ersten Warnstreikwelle am 1. Februar waren geschĂ€tzt etwa 1100 FlĂŒge gestrichen worden.

