Galeria-GlĂ€ubiger entscheiden ĂŒber Zukunft der Warenhauskette
28.05.2024 - 05:50:03 | dpa.deSie stimmen ĂŒber den von Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus erstellten Plan zur Sanierung der angeschlagenen Warenhauskette ab. Dieser dient dazu, das Unternehmen zurĂŒck in die Erfolgsspur zu fĂŒhren. Das Ergebnis soll nachmittags feststehen, die Veranstaltung ist nicht öffentlich.
Der Insolvenzplan verlangt von Vermietern, Lieferanten und anderen GlĂ€ubigern wie dem Bund, auf einen GroĂteil ihrer offenen Forderungen zu verzichten. Insolvenzverwalter Denkhaus erwartet eine Insolvenzquote von 2,5 bis 3 Prozent. Die Quote legt den Anteil des geschuldeten Geldes fest, den die GlĂ€ubiger bei Annahme des Plans zurĂŒckerhalten. In den vergangenen Wochen sind Forderungen in Höhe von 886,1 Millionen Euro angemeldet worden. Die Annahme des Insolvenzplans gilt als wahrscheinlich. Denn so können die GlĂ€ubiger hoffen, dass zumindest ein kleiner Teil ihres Geldes an sie zurĂŒckflieĂt. Bei Ablehnung droht ihnen ein Totalverlust und Galeria die Zerschlagung.
In dem Plan ist auch festgelegt, dass ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des Unternehmers Bernd Beetz Galeria ĂŒbernehmen soll. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wird das Unternehmen erneut schrumpfen. Bis Ende August sollen 16 der 92 Warenhausfilialen schlieĂen. 1400 der rund 12 800 BeschĂ€ftigten verlieren ihren Arbeitsplatz.
Wenn die GlĂ€ubiger dem Insolvenzplan zustimmen, muss dieser vom Gericht erneut bestĂ€tigt werden. AnschlieĂend kann das Insolvenzverfahren aufgehoben werden. Bis Ende Juli will Denkhaus das Unternehmen an die neuen Eigner ĂŒbergeben. Anfang Januar hatte Galeria einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist die dritte Insolvenz innerhalb von dreieinhalb Jahren.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

