Banaszak, Reiches

Banaszak warnt: Reiches StromnetzplĂ€ne Risiko fĂŒr Wirtschaft

16.02.2026 - 15:32:35 | dpa.de

Die GrĂŒnen nehmen die Stromnetz-PlĂ€ne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ins Visier und machen GegenvorschlĂ€ge.

"Die CDU-Wirtschaftsministerin ist eine Gas-Lobbyistin, die die Energiewende kaputt machen will und Deutschlands Wirtschaft in der Gas-AbhĂ€ngigkeit halten möchte - mit dem einzigen Unterschied zu 2022, dass Deutschland jetzt von Trumps Fracking-Gas abhĂ€ngig ist und nicht mehr von Putin", schreibt die Partei in einem in Berlin veröffentlichten Zehn-Punkte-Plan. GrĂŒnen-Chef Felix Banaszak kĂŒndigte an: "Wir werden dieses Netzpaket stoppen."

GrĂŒne setzen aus Netzausbau

Reiche plant Reformen beim Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht. Ziel sind Kostensenkungen. Der Netzausbau könne nicht mit dem Bau von Anlagen Schritt halten, heißt es darin. Deshalb soll in besonders belasteten Gebieten im Falle, dass Wind- und Solaranlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, keine EntschĂ€digung mehr fĂŒr neue AnschlĂŒsse gezahlt werden.

Die GrĂŒnen fordern hingegen unter anderem grĂ¶ĂŸere Ausschreibungen fĂŒr Windparks an Land, und Anschlusspflichten mit Fristen fĂŒr Netzbetreiber fĂŒr kleinere Solaranlagen, E-Auto-Ladestationen, Smart Meter oder WĂ€rmepumpen. Stromleitungen sollen wann immer möglich oberirdisch verlegt werden.

Banaszak warnt vor wirtschaftlichem Risiko

Digitale StromzĂ€hler, sogenannte Smart Meter, sollen nach dem Willen der GrĂŒnen bis 2030 in allen Haushalten und Unternehmen installiert werden. Mit den GerĂ€ten lĂ€sst sich der Stromverbrauch in Verbindung mit flexiblen Tarifen an Preisschwankungen anpassen. Außerdem soll die Stromsteuer fĂŒr alle auf das europĂ€ische Mindestmaß gesenkt werden, wodurch der Strom fĂŒr die breite Bevölkerung um zwei Cent pro Kilowattstunde billiger werde.

Es gehe nicht nur um Klimaschutz, erklÀre Banaszak. Reiches PlÀne bedeuteten auch ein wirtschaftliches Risiko. "Es geht auch darum, dass wieder einmal eine Zukunftsbranche in Grund und Boden reguliert wird." Er erinnerte an die Verlagerung der Solarindustrie nach China.

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