IG Metall: In nÀchster Tarifrunde geht es vor allem ums Geld
03.03.2024 - 14:17:19 | dpa.de"Wir werden keine pauschale VerkĂŒrzung der Wochenarbeitszeit fordern", sagte Gewerkschaftschefin Christiane Benner der "Rheinischen Post" (Samstag). Allerdings sollten mehr Arbeitnehmer zwischen mehr Geld und mehr Freizeit wĂ€hlen können. Schon jetzt hĂ€tten sie Anspruch auf freie Tage fĂŒr Erziehung und Pflege oder wenn sie in Schichten arbeiteten. "Das kann man deutlich ausweiten."
Benner zufolge fragt die Gewerkschaft derzeit die Stimmung in den Betrieben ab und will im Sommer die Lohnforderung vorlegen. "Schon jetzt zeichnet sich ab: In dieser Tarifrunde wird es vor allem um mehr Geld fĂŒr die BeschĂ€ftigten gehen."
Der Tarifvertrag fĂŒr rund 3,9 Millionen BeschĂ€ftigte der Metall- und Elektroindustrie lĂ€uft bis zum 30. September. Benners VorgĂ€nger Jörg Hofmann hatte bereits angekĂŒndigt, bei den Verhandlungen den Schwerpunkt auf höhere Löhne und nicht auf kĂŒrzere Arbeitszeiten legen zu wollen.
Unterdessen forderte die IG Metall die Unternehmen auf, mehr auszubilden. Insgesamt seien in Deutschland weniger als fĂŒnf Prozent der BeschĂ€ftigten in ausbildenden Unternehmen Azubis, teilte die Gewerkschaft mit. Mit einer Ausbildungsquote von 4,3 Prozent seien die Arbeitgeber in den Branchen der IG Metall unterdurchschnittlich.
Wer nicht oder kaum ausbilde, dĂŒrfe kein FachkrĂ€fteproblem beklagen, sagte IG-Metall-Vorstand Hans-JĂŒrgen Urban. "Die Arbeitgeber sollten endlich vom Modus des Jammerns in den Modus der Aktion umschalten. Der Ausbildungsboykott muss ein Ende haben."
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