Nike rechnet mit höherer Belastung durch Trump-Zölle
01.10.2025 - 06:14:28Der Adidas-Konkurrent DE000A1EWWW0 erwartet fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr nun eine Belastung von 1,5 Milliarden Dollar. Noch vor drei Monaten hatte Nike mit zusĂ€tzlichen Kosten von einer Milliarde Dollar gerechnet.
Die vom US-PrĂ€sidenten verhĂ€ngten Zölle fĂŒr die Einfuhr von Waren in die USA schlagen auf amerikanische Unternehmen durch, weil viele Produkte in Asien hergestellt werden. Gerade in der Sportartikel-Branche ist das ĂŒblich. Bisher ist unklar, in welchem Umfang Hersteller und HĂ€ndler die höheren Kosten durch die Zölle an US-Verbraucher weitergeben werden.
Selbstgemachte Krise
Nike ist unterdessen auf dem Weg aus einer Krise, in die sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb gesetzt. Das hatte zur Folge, dass vor allem im wichtigen US-Markt konkurrierende Marken Nike Regalplatz in den GeschÀften abnehmen konnten - und die VerkÀufe darunter litten.
Auch legte Nike den Fokus stĂ€rker auf Mode-Artikel und vernachlĂ€ssigte dabei etwas die auf Sport ausgerichteten Modellreihen. Vor rund einem Jahr wurde der frĂŒhere Top-Manager Elliott Hill aus dem Ruhestand als Chef zurĂŒckgeholt, um das Ruder herumzureiĂen. Jetzt verwies Hill bei der Vorlage aktueller Quartalszahlen darauf, dass die drei Lauf-Modellreihen Vomero, Structure und Pegasus erneuert worden seien und die VerkĂ€ufe in dieser Kategorie dadurch zuletzt um mehr als ein FĂŒnftel gestiegen seien.
Zahlen besser als erwartet
Im Ende August abgeschlossenen ersten Quartal des laufenden GeschÀftsjahres stieg der Nike-Umsatz im Jahresvergleich um ein Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen bei elf Milliarden Dollar gerechnet. Unter dem Strich sank der Quartalsgewinn um 31 Prozent auf 727 Millionen Dollar. Die Aktie legte nachbörslich rund vier Prozent zu.

